Alheim-Heinebach: Prostataerkrankungen – das ist das Thema eines Vortrags von Herrn…
Pressemeldung vom 5. Februar, 2010, 12:17 pm
Beim Prostatakrebs handelt es sich um die häufigste bösartige Erkrankung des Mannes. Etwa jeder 2. Mann in Deutschland wird im Laufe seines Lebens einen Prostatakrebs entwickeln. Die meisten dieser Patienten werden aber niemals eine Behandlung benötigen und bis zu ihrem Tode nicht merken, dass Sie überhaupt einen Prostatakrebs haben. Die entscheidende Aufgabe für den Urologen besteht darin, diejenigen Patienten zu identifizieren, für die ein Prostatakrebs lebensbedrohlich werden könnte. Das Ziel einer Prostatakrebsvorsorge ist es also nicht, jeden Prostatakrebs zu erkennen. Bei der Entscheidung hilfreich sind der Tastbefund und die Ultraschalluntersuchung der Prostata und der Blutwert „PSA“, eventuell auch ein Urinwert „PCA3“.
Die Behandlungsmöglichkeiten beim Prostatakrebs reichen von der radikalen Entfernung der Prostata mit und ohne Lymphknotenentfernung und mit und ohne Erhalt der Nerven, die für die Erektionsfähigkeit verantwortlich sind, über die Strahlentherapie und die hormonelle Behandlung bis hin zur Chemotherapie. Bei der Strahlentherapie kommt neben der Bestrahlung der Prostata von außen auch die sogenannte „Brachytherapie“ in Betracht, bei der die Prostata mit kleinen radioaktiven Nadeln gespickt wird, die dann zu einer Bestrahlung der Prostata von innen führen. Bei besonders kleinen oder wenig aggressiven Prostatakrebsen kann es aber auch sinnvoll sein, überhaupt keine Behandlung durchzuführen, sondern den Patienten nur sehr sorgfältig und engmaschig zu überwachen. Die meisten Männer, die wegen Beschwerden beim Wasserlassen den Arzt aufsuchen (z.B. bei häufigem Harndrang, vor allem nachts, bei dem Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können, bei abgeschwächtem Harnstrahl), leiden aber nicht an einem Prostatakrebs, sondern an einer gutartigen Vergrößerung der Prostata. Hier muss in Abhängigkeit von der Größe der Prostata und den Beschwerden individuell entschieden werden, ob eine medikamentöse Behandlung mit pflanzlichen Medikamenten oder mit sogenannten Alpha-Blockern, eine Hobelung der Prostata durch die Harnröhre (sogenannte TUR-P), eine Laserbehandlung der Prostata durch die Harnröhre oder eine Operation über einen Bauchschnitt die beste Behandlungsform ist. Um telefonische Voranmeldung unter Tel.-Nr.: 05664/948474 wird gebeten.
Quelle: Gesundheitsschule Heinebach
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