Erbach: Offen über Probleme, Ängste und Leiden reden können Gruppenangebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit psychisch erkrankten Eltern
Pressemeldung vom 4. Januar, 2010, 9:03 am
Erbach. Psychische Krankheiten wie Depressionen und Psychosen nehmen in unserer Gesellschaft zu. Oft leiden unter diesen psychischen Krankheiten nicht nur die Betroffenen, sondern auch ihre Kinder. Folglich haben diese keinen gesunden Ansprechpartner oder eine andere Anlaufstelle für ihre Anliegen und Fragen.
Um hier Abhilfe zu leisten, starten der Sozialpsychiatrische Dienst beim Gesundheitsamt und die Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Odenwaldkreises im Januar 2010 zum vierten Mal eine Gruppe für Kinder von derzeit und ehemalig psychisch erkrankten Eltern und darüber hinaus zum ersten Mal eine Gruppe für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 21 Jahren. Die Gruppenarbeit steht unter dem Motto „Nicht von schlechten Eltern“.
Den betroffenen Kindern und Jugendlichen soll in den Gesprächskreisen das Gefühl vermittelt werden, dass sie nicht allein sind. Ihnen wird die Möglichkeit gegeben sich mit psychischen Krankheiten und deren Auswirkungen auf spielerische Art und Weise auseinander zu setzen. Diplom-Sozialpädagogin Sandra Veigl vom Sozialpsychatrischen Dienst und Psychotherapeutin Heike Beringer von der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern werden die Kinder und Jugendlichen kreativ-künstlerisch an das problematische Thema heranführen und ihnen die psychischen Krankheiten kindgerecht erklären. In den Mittelpunkt rückt die Gelegenheit offen über ihre und die elterlichen Ängste und Schwierigkeiten zu reden.
Dennoch ist nicht vorgesehen, die Eltern außen vor zu lassen. So soll dem ersten gemeinsamen Treffen ein Gespräch mit Erziehungsberechtigten und Kind beziehungsweise Jugendlichem vorausgehen. Ein Elternnachmittag ist geplant und ein Gespräch nach Abschluss der Treffen sollfolgen. Dort können die Eltern über die Gruppe hinausgehenden Kontakt zu den Beratungsstellen knüpfen und mit den Betreuerinnen besprechen, wer eine Therapie oder möglicherweise Hilfe vom Jugendamt benötigt.
Die Gruppen kommen erstmals am Mittwoch, dem 13.01.2010 (Kinder) beziehungsweise Mittwoch, dem 27.01.2010 (Jugendliche und junge Erwachsene) zusammen und treffen sich dann bis Ende März weiterhin mittwochs – jeweils zuerst die Kindergruppe von 16.00 bis 17.30 Uhr sowie anschließend die Gruppe der Jugendliche und jungen Erwachsenen von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr.
Interessierte erhalten Informationen und können sich anmelden bei der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern des Odenwaldkreises, Heike Beringer, Telefon: 06061 71-792; E-Mail: eb.odw@odenwaldkreis.de
oder beim Sozialpsychatrischen Dienst des Odenwaldkreises, Sandra Veigl, Telefon: 06062 70-290 oder per E-Mail: s.veigl@odenwaldkreis.de
Quelle: Stadt Erbach – Pressestelle
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