Erbach: Themen des Treffen in Erbach: „Akquise heute“, „Industrie-Bodenbeschichtung“, „Schimmelsanierung“
Pressemeldung vom 11. Dezember, 2009, 11:54 am
Netzwerk Weiterbildungspartner bei Firma ITG Management GmbH
Erbach. Eine rundum positive Bilanz ziehen Hans Schlipf, Projektleiter der Qualifizierungsoffensive Hessen im Odenwaldkreis unter dem Dach des Wirtschaftsservice der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH und Bernhard Ott von „BOP“, dem Institut für Prozess-Integration hinsichtlich der Aktivitäten und Entwicklung des Unternehmens-Netzwerkes Weiterbildungspartner im Odenwaldkreis für das zu Ende gehende Jahr.
Anlässlich des vierten und für 2009 die Serie abschließenden Arbeitstreffens besuchten die Netzwerk-Mitglieder die Firma ITG Management GmbH in Erbach. Nach der Begrüßung durch Hans Schlipf stellte Gastgeber Uwe Hohenstein sein Unternehmen vor und skizzierte das Firmenprofil. Die ITG Management GmbH (Immobilien-, Technik- und Gebäudemanagement) versteht sich als „kundenorientierter moderner Dienstleister rund um die Immobilie“ mit den Schwerpunkten Feuchtigkeits- und Schimmelsanierung, Bodenbeschichtung und Verbundsysteme für die Wärmedämmung.
Gegründet wurde das Unternehmen als Gesellschaft bürgerlichen Rechts 1997 in Groß-Bieberau. Später wurde auch ein Büro in Bad König eröffnet. Mitte 2005 verlegte das Unternehmen seinen Sitz nach Erbach. Nachdem die Lagerflächen in Groß-Bieberau nicht mehr genügten, nahm die Firma eine Standortbetrachtung und Neuplanung vor mit der Folge, dass eine neue Betriebsstätte mit modernen Räumen in Erbach errichtet wurde. Diese werden auch als Ausstellungsplatz genutzt. „Heute sichert die ständige Aus- und Weiterbildung das hohe Qualitätsniveau des Unternehmens“, versicherte Uwe Hohenstein. Die Firma sei regelmäßig bei überregionalen Fachmessen vertreten. Ihr Einzugsgebiet umfasst das Gebiet zwischen Rhein, Main und Neckar.
Detlev Geist von der Wald-Michelbacher Firma Open Doors stellte die Werbeform der Telefon-Akquise vor. Diese bietet zielgerichtet Informationen über ein Produkt oder eine Dienstleistung an, die speziell auf die angesprochenen Betriebe zugeschnitten werden. Dabei gehe es aber um mehr als Kundengewinnung. Der Telefon-Akquise liege ein komplexes, kontinuierliches und vor allem zeitaufwändiges Konzept zugrunde. Deshalb sei ein schneller Erfolg unrealistisch. Gewinnbringende Akquise setze großes Know-how und reichlich Erfahrung voraus. Entscheidend sei aber eine individuelle Akquise-Strategie unter Beachtung aller betrieblicher Besonderheiten. Jens Schnur (Industrial Partners, Beerfelden), Kunde bei Open Doors, berichtete über den nachhaltigen Erfolg, den ihm der Einsatz der Dienstleistung Telefon-Akquise bringt. Seinem Vortrag schloss sich ein Erfahrungsaustausch der Weiterbildungspartner an.
Auf eine Betriebsbesichtigung folgten zwei weitere Fach-Referate: Thorsten Nau von der Firma StoCretec (Kriftel) sprach über Bodenbeschichtungen in der Industrie. Entscheidend sei zu wissen, ob der Untergrund aus Beton, Zement-, Anhydrit- oder Magnesit-Estrich bestehe, da Anhydrit- oder Magnesit-Estriche unter erhöhter Feuchtigkeit „verrotten“ könnten und nicht diffussionsdicht beschichtet seien. Weiter sei maßgeblich, welche mechanische, chemische oder thermische Belastung auf den Boden wirke. Je nachdem bleibe eine starre oder ein Risse überbrückende Beschichtung zu wählen. Entscheidend bei der Nutzung der Flächen sei es auch, ob die Berufsgenossenschaft eine bestimmte Rutschsicherheitsklasse fordere, wie sie für die Arbeitssicherheit relevant sind.
Gastgeber Uwe Hohenstein widmete sich dem Thema „Schimmel – Erkennen, analysieren und sanieren“. Schimmelpilze verursachen jährlich Schäden, deren Beseitigungen Kosten von mehr als 200 Millionen Euro nach sich ziehen. „Aufgrund der gesundheitsgefährdenden, rechtlichen und ästhetischen Bedeutung ist die Schimmelpilzproblematik Thema Nummer eins in Wohnungen und Versammlungsräumen und führt verstärkt zu Handlungsbedarf“, schlussfolgerte der ITG-Geschäfsführer.
Er zeigte anhand von Bildern wie Schimmel in Räumen auftreten und erkannt werden kann. Schimmelpilze entstehen und wachsen in luftfeuchten und warmen Räumen. Damit verbunden sind gesundheitliche Risiken, die sich in allergischen Reaktionen wie Atembeschwerden, Neurodermitis, Schlafstörungen oder Kopfschmerzen äußern. Zur wirksamen Bekämpfung sei eine exakte Schadenserkennung am Gebäude ebenso wichtig wie das Eingrenzen der Wachstumsstellen. Erstrecke sich der Pilzbefall auf weniger als einen halben Quadratmeter, könne der Schimmel selbst entfernt werden. Darüber hinaus müsse eine Sanierung mit dem Ziel erfolgen, den „hygienischen Normalzustand“ wieder herzustellen.
Hintergrund:
Das Netzwerk der Weiterbildungspartner, im Rahmen der Qualifizierungsoffensive Hessen gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Landes und vom Odenwaldkreis, besteht seit rund acht Jahren und zählt derzeit 15 aktive Mitgliedsbetriebe. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, erfolgs- und zukunftsorientierten Firmen im Odenwaldkreis ein Forum für Information und Erfahrungsaustausch im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung zu geben. Die Partner treffen sich dazu vier Mal im Jahr – meist in einem Mitgliedsbetrieb des Netzwerks. Neben dem Erfahrungsaustausch und den inhaltlichen Informationen sind diese Firmenbesuche oft der interessanteste Teil der Zusammenkünfte. Immer wieder sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verblüfft, welche unternehmerischen „Leuchttürme“ es in der Region gibt und dass viele von ihnen sogar Markt- und Innovationsführer in ihrer Branche sind. Im Jahr 2009 trafen sich die Akteure bei der Firma Hi-Kabelkonfektionierung GmbH (Beerfelden), bei der BBK GmbH (Beerfelden), ber der Design 3000 GmbH (Erbach) und – wie hier berichtet – bei der ITG Management GmbH (Erbach).
Informationen rund um das Netzwerk vermittelt der
Wirtschaftservice der OREG GmbH,
Hans Schlipf, Marktplatz 1, 64711 Erbach,
Telefon 06062 943363, Fax 06062 943366,
Internet: www.oreg.de
E-Mail: schlipf@oreg.de
Quelle: Stadt Erbach – Pressestelle (Odenwaldkreis)
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