Eschwege: Hohe Besucherzahl bei Infoveranstaltung zum Thema „Jakobskreuzkraut“
Pressemeldung vom 2. Juli, 2009, 2:37 pm
Eschwege. Am 24.06. fand ein Vortrag über die Gefahren des Jakobskreuzkrautes für Mensch und Tier statt, zu dem ca. 140 interessierte Besucher anwesend waren. Bei dieser gemeinsamen Informationsveranstaltung des Fachbereichs 5 – Gesundheit, Verbraucherschutz und Veterinärwesen und des Fachdienstes 8.1 – Ländlicher Raum der Kreisverwaltung referierten Frau Sabine Jördens vom Arbeitskreis Kreuzkraut und Herr Dr. Helmut Wiedenfeld, Direktor des Pharmazeutischen Instituts der Universität Bonn über die wichtigsten Aspekte dieser Pflanze. Sie machten deutlich, dass die stark giftige Pflanze durch ihre rasante Verbreitung in den letzten Jahren immer mehr zu einer Problempflanze für Mensch und Tier wurde.
Das in der Pflanze enthaltene Pyrrolizidin-Alkaloide ruft Vergiftungserscheinungen hervor. Viele Symptome bei einer Erkrankung von Pferden und Rindern werden nicht auf das Jakobskreuzkraut zurückgeführt, denn die Aufnahme kann Wochen bis Monate zurück liegen. Erst ab einem bestimmten Alter entwickelt die Pflanze einen unangenehmen Geruch und bittere Stoffe, sodass sich die Tiere von der Pflanze fern halten. Als Jungpflanze, in Heu oder Silage gibt es diese Warnstoffe nicht, die Giftigkeit jedoch ist dieselbe und die Pflanze wird unweigerlich aufgenommen.
Die Betroffenen Pferdehalter, Ökobetriebe, Futtermittelhändler, Tierärzte, Imker sowie die Städte und Gemeinden und das Amt für Straßen- und Verkehrswesen wurden über die Möglichkeiten der Bekämpfung der Pflanze informiert. Die Bevölkerung soll durch diese und ähnliche Veranstaltungen auf die Pflanze aufmerksam gemacht, sensibilisiert und zum verantwortungsbewussten Umgang angehalten werden. Dadurch soll der ungehinderten Ausbreitung Einhalt geboten werden.
Quelle: Stadt Eschwege – Pressestelle
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