Frankfurt am Main: Den Urgroßvater im Museum besuchen
Pressemeldung vom 14. Dezember, 2009, 2:56 pm
Urenkelin Sonnemanns stiftet Koffer mit persönlichen Gegenständen
Frankfurt am Main. Die Sonderausstellung “Frankfurts demokratische Moderne und Leopold Sonnemann. Jude – Verleger – Politiker – Mäzen” ist noch bis zum 28. Februar 2010 im Historischen Museum zu sehen. Sie bietet auch den Nachfahren Sonnemanns die Chance, mehr über die eigene Familiengeschichte zu erfahren. Zum Beispiel ist da Josefa Simon.
Die Urenkelin von Leopold Sonnemann wurde 1933 in Frankfurt geboren und spricht heute noch Deutsch. Während des Nationalsozialismus musste sie, wie viele andere jüdische Familien auch, mit ihrer Familie nach Amerika emigrieren: “Ich habe in der Ausstellung sehr viel Neues über das Leben meines Urgroßvaters gelernt.” Sie hat für die Ausstellung einen großen Seekoffer beigesteuert. Er symbolisiert die Geschichte der Auswanderung der Familie und ist mit persönlichen Erinnerungen wie Büchern, Schriften und Briefen ihres Vaters gefüllt.
Teile des Inhalts aus dem Koffer werden nach dieser Ausstellung noch in einem anderen Rahmen im Museum zu sehen sein: in einer Art “offenem Archiv”, in der “Bibliothek der Alten”. Das ist eine große mahagonifarbene Regalwand mit 150 Fächern, in denen dicke, schwere Dokumentenmappen oder dunkelblaue geräumige Kassetten liegen. Tagebücher, Briefe und Fotografien von Autoren über 50 Jahren liegen dort für die Öffentlichkeit aus. Bisher sind 72 Fächer gefüllt, weitere Autoren werden gesucht. Bis 2055 wird jedes Jahr ein neues Fach in diesem Archiv durch einen Autor belegt. Für nächstes Jahr ist eins für Josefa Simon reserviert.
Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Pressestelle (Frankfurt am Main)
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