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Frankfurt am Main: ‚Ein weiter Weg zum Frieden‘

Pressemeldung vom 2. November 2010, 11:06 Uhr

Stadtkämmerer Becker beim ersten Israel-Kongress in Deutschland(pia) Stadtkämmerer Uwe Becker hat am gestrigen Sonntag beim ersten Israel-Kongress in Deutschland im Frankfurter Titus-Forum die Grüße der Stadt überbracht und dabei die Freundschaft Frankfurts zu Israel hervorgehoben.

Er freue sich darüber, dass der erste Israel-Kongress dieser Art in Frankfurt stattfinde, da die Stadt eine große jüdische Tradition besitze, sagte Becker. Diese habe zwar durch den verbrecherischen Nationalsozialismus eine schreckliche Zäsur erfahren, heute sei in Frankfurt aber wieder eine starke und wachsende Jüdische Gemeinde aktiv. „Und damit ist Frankfurt ein Zentrum jüdischen Lebens in Deutschland. Darüber sind wir froh“, so Becker.

Zudem sei Frankfurt seit 30 Jahren Partnerstadt von Tel Aviv und pflege eine sehr enge Freundschaft mit der Israelischen Metropole. „Auch daraus resultieren innerhalb der Deutsch-Israelischen Beziehungen ganz besondere Beziehungen Frankfurts zu Israel“, erklärte Becker. Der Kongress sei ein wichtiges Signal der Solidarität mit Israel und könne, neben einem stärkeren Zusammenwirken der beim Kongress beteiligten Gruppen, auch das Bild Israels in Deutschland noch breiter vermitteln.

„Nicht nur, aber gerade auch, aus der deutschen Geschichte resultiert die besondere Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels“, hob Becker hervor. „Wir wünschen uns für den nahen Osten eine Zukunft in Freiheit, Frieden und Sicherheit und damit eine Zukunft der guten Nachbarschaft. Wir wissen jedoch zugleich, dass dies noch ein weiter Weg ist.“

Der Kongress könne gerade auch in Deutschland deutlicher die Situation Israels vermitteln, so Becker. „Israel ist der offenen Bedrohung von außen ausgesetzt, und ich verurteile in diesem Zusammenhang klar und deutlich die Aggression gegenüber Israel durch den Iran“, sagte der Kämmerer. Gleichzeitig sei Israel dem Kampf durch Gruppen wie der Hamas ausgesetzt. „Wer diese ständige eigene staatliche Infragestellung sieht, der kann die Sicherheitsinteressen Israels verstehen.“

Wer nach der Räumung des Gaza-Streifens Raketenbeschuss von dort erfahren musste, sei zu Recht besorgt im Umgang mit dem Westjordanland, das nahe an den Bevölkerungszentren Israels liege. „Frieden und Sicherheit kann nur in Freiheit entstehen. Ich wünsche mir, dass es zu einer Verständigung über die künftigen Grenzen Israels und eines eigenen palästinensischen Staates in der Zukunft kommen kann, die dann auch die Siedlungsfragen leichter beantworten lässt. Es darf aber auch nicht zu einem noch näheren Heranrücken des Terrors an die Bevölkerungszentren Israels führen“, stellte Becker fest.

Die Sicherheit Israels sei eine zentrale Frage gerade auch für Deutschland und damit auch für Frankfurt. Becker betonte, dass Frankfurt eng und unverrückbar an der Seite Israels stehe. Das Existenzrecht Israels dürfe nicht in Frage gestellt werden. „Bei keinem souveränen Staat der Welt wird über ein Existenzrecht überhaupt gesprochen“, sagte Becker. Gleiches müsse auch für Israel gelten.

Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Presse- und Informationsamt

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