Fulda: Chancen des Grundgesetzes nutzen
Pressemeldung vom 15. Juni, 2009, 11:30 am
Deutsche Einbürgerungsurkunden im Stadtschloss überreicht
Fulda. „Fulda hat 29 neue deutsche Staatsbürger“, mit dieser Feststellung begrüßte Oberbürgermeister Gerhard Möller die in den Marmorsaal des Stadtschlosses gekommenen Wahlfuldaer, die aus seinen Händen die Deutsche Einbürgerungsurkunde in Empfang nehmen durften.
Die Einbürgerung der Mitbürgerinnen und Mitbürger ist für Möller immer wieder ein sehr wesentliches Ereignis, das einen besonderen Wert sowohl für den Oberbürgermeister wie für die eingebürgerten Mitbürgerinnen und Mitbürger aus 12 Nationen darstellt.
Nach der Überlegung, deutsche Staatsbürgerin oder Staatsbürger zu werden folgte ein Sprachtest sowie ein Test über das vorhandene Wissen über das neue Heimatland vor der Einbürgerungsstelle des städtischen Ordnungsamtes. „Alle 29 Bürgerinnen und Bürger haben diese kleine Hürde mit Bravour bestanden“, freut sich Möller.
60 Jahre Grundgesetz als Chance nutzen
Möller ging in seiner kurzen Ansprache auf die Gründung der Bundesrepublik Deutschland vor 60 Jahren ein. „Sie als neue Bundesbürger haben dank unseres Grundgesetzes optimale Chancen für das Mitwirken und Entwickeln unseres Landes. Die deutsche Staatsbürgerschaft verleiht Ihnen viele Rechte, aber auch gewisse Pflichten“, so Möller. Neben dem Recht zur freien Wahl führte er das Mitwirkungs- und Engagementrecht in der Gesellschaft an. „Bitte verschließen Sie sich nicht, wirken Sie in unserem Gemeinwesen mit“, appellierte der Oberbürgermeister an die Teilnehmer des Empfangs.
Werner Lüth, stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher und Abdulkerim Demir vom Ausländerbeirat Fulda baten die Neubundesbürger übereinstimmend zum noch intensiveren Lernen der deutschen Sprache. Die deutsche Sprache sei unverzichtbar und wesentliches Element der Integration.
Lüth, ehemals Lehrer, untermauerte dies mit Erfahrungen aus seinem Berufsleben. „Nur mit fließendem Deutsch erhielten meine Schülerinnen und Schüler einen guten Ausbildungsplatz“, so Lüth. Demir, der selbst die deutsche Staatsbürgerschaft erworben hat, zeigte die Vorteile dieser persönlichen Veränderung eindrucksvoll mit dem Beispiel der vereinfachten Reisemöglichkeiten auf.
„Habe nun alle Möglichkeiten“
Erstmals wurde die Feierstunde durch einen persönlichen Erfahrungsbericht einer neu eingebürgerten Mitbürgerin untermauert. Irina Waldt, die zu diesem besonderen Ereignis von Ehemann und kleinem Sohn begleitet wurde, schilderte eindruckvoll und voller Freude, was es heißt Bürgerin der Bundesrepublik Deutschland zu sein. Vor wenigen Jahren aus dem Kosovo kommend wurde sie noch vor wenigen Monaten als Staatenlose einqualifiziert. Heute als Bundesbürgerin konnte sie eine gute Ausbildung absolvieren und wird in naher Zukunft sogar als Standesbeamtin der Gemeinde Burghaun Paare in den Stand der Ehe führen.
Musikalisch umrahmte wurde die Feierstunde zur Einbürgerung von Schülerinnen der Musikschule Fulda, die Werke von Borner und Machado vortrugen.
Quelle: Stadt Fulda – Pressestelle
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