Hofgeismar: Wärmedämmung hilft gegen Schimmel – Hessische Energiespar-Aktion informiert:

Pressemeldung vom 17. Juli, 2009, 1:27 pm

Hofgeismar. Erneut hat eine Untersuchung festgestellt: Gut gedämmte Häuser weisen weniger Schimmelbefall auf, als ungedämmte. Prof. Oswald von der Technischen Hochschule Aachen befragte hierzu bundesweit vereidigte Bausachverständige. Die Untersuchung mit dem Titel: „Schimmelpilzbefall bei hochwärmegedämmten Neu- und Altbauten“ kann im IRB-Verlag, Stuttgart bezogen werden. Das Ergebnis ist erfreulich, Prof. Oswald schreibt hierzu: „ Die befragten Sachverständigen können keine Zunahme von Schimmelpilzschäden bei hochwärmegedämmten Gebäuden bestätigen.“ Die Sachverständigen konnten nur 957 Schimmelfälle nennen. Hochgerechnet auf die Neubauten eines Jahres sind das nur 0,7 % aller Neubauten, die Schimmelbefall aufweisen. Nur ein Drittel dieser Fälle geht auf mangelhaften Wärmeschutz zurück. Zwei Drittel der Schimmelfälle gehen auf Lüftungsfehler oder bautechnische Mängel (Rohrleitungsführung, Schimmel im Sanitärsilikon usw.) zurück. Auch sind Mietwohnungen stärker betroffen als Eigenheime (höhere Belegung, kleinere Wohnfläche).

Das wärmegedämmte Gebäude weniger Schimmelschäden aufweisen, hatte eine ähnliche Untersuchung schon 2003 ge-zeigt. Sie war von der Arbeitsgruppe „Raumklimatologie“ am Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität Jena erarbeitet worden. Es wurden 5.530 Wohnungen durch Begehung und Befragung der Bewohner untersucht. Das Ergebnis: Neuere Gebäude haben weniger Schimmelschäden als alte. Und nachträglich gedämmte Altbauten weisen weniger Schimmel auf, als ungedämmte Altbauten. Die Forscher schreiben: „Wärmedämmungen reduzieren das Risiko für Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall.“ Damit ist erneut erwiesen, dass die Wärmedämmung unsere Häuser gesünder und behaglicher macht.

„Mit der Heizkosteneinsparung und Umweltentlastung ist es also gleich ein vierfacher Nutzen, den man durch eine Däm-mung seines Gebäudes erzielen kann“, sagt Werner Eicke-Hennig von der Hessischen Energiespar-Aktion „und das alles wird vom Staat durch das KfW-Effizienzhausprogramm auch finanziell gefördert.“

Unter www.energiesparaktion.de ist für Interessierte der Artikel zur Jenaer Untersuchung von 2003 eingestellt.

Einsparpotentiale und eine Kostenschätzung für eine nachträgliche Wärmedämmung erhalten Sie durch den „Energiepass Hessen“. Den Fragebogen zum Pass bekommen Sie unter www.energiesparaktion.de oder  Hessische Energiespar-Aktion“, Annastraße 15, 64285 Darmstadt. Der Pass kostet 75,00 Euro.

Informationen zur „Hessischen Energiespar-Aktion“, zum „Energiepass Hessen“, den Kooperationspartnern, die 14 Energiesparinformationen mit detaillierten Hinweisen zu den wichtigsten Energiespartechniken, viele weitere Fachbeiträge oder die Energieberaterliste erhalten Sie unter www.energiesparaktion.de

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Quelle: Stadt Hofgeismar – Pressestelle (Kassel)

Ähnliche Beiträge:

  1. Hofgeismar: Kontrollierte Wohnraumlüftung bei Alt- und Neubauten – Die „Hessische Energiespar-Aktion“ informiert
  2. Hofgeismar: Die „Hessische Energiespar-Aktion“ informiert: Heizungsoptimierung – Der “hydraulische Abgleich”
  3. Hofgeismar: Die Hessische Energiespar-Aktion informiert
  4. Hofgeismar: Die “Hessische Energiespar-Aktion” informiert – Kühlgeräte treiben den Stromverbrauch in die Höhe
  5. Hofgeismar: Die “Hessische Energiespar-Aktion” informiert – “Energiesparen als Mieter”

Kategorien : Kassel