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Hofheim am Taunus: Familienunternehmen Lindhorst realisiert das Pflegeheim

Pressemeldung vom 7. Dezember 2010, 12:29 Uhr

HOFHEIM Das Pflegeheim an der Lorsbacher Straße kommt.
Ein Jahr nach dem Scheitern der vertraglichen Vereinbarungen mit der Ingenium Gruppe stellten Bürgermeisterin Gisela Stang und Stadtrat Wolfgang Winckler am Montag mit Alexander Lindhorst den Geschäftsführer des Unternehmens vor, das auf dem 2.295 Quadratmeter großen Grundstück ein stationäres Pflegeangebot realisieren wird.

„Wir freuen uns, mit der ML Immobilien-Handels- und Verwaltungs-GmbH aus Winsen / Aller einen neuen Investor und Partner zu haben, der die städtischen Gremien im gesamten Verfahren überzeugen konnte, die richtige Wahl für Hofheim zu treffen. Unsere Hoffnung ist, dass alle notwendigen vertraglichen und baurechtlichen Schritte nun zügig abgewickelt werden können“, erklärte Stadtrat Winckler.

Alexander Lindhorst und Architekt Jan von Hörsten stellten die Pläne für das Bauvorhaben vor.

Ältere Menschen werden dann – idyllisch gelegen am Ufer des Schwarzbachs – neben dem bereits bestehenden Betreuten Wohnen auch ein Pflegeangebot haben.
„Diese zusätzlichen Plätze waren uns immer wichtig, damit Bürgerinnen und Bürger auch bei Pflegebedürftigkeit in Hofheim bleiben können“, betonte Stang. „Hier ist ihre gewohnte Umgebung, hier sind ihre Familien und Freunde, die vielleicht für Besuche den Weg in eine andere Stadt nicht auf sich nehmen können.“
Insofern liegt das Grundstück ideal – fünf Gehminuten zur Innenstadt, mit Bus- und S-Bahn-Anschluss.

Im Dezember 2004, erinnerte Winckler an die Historie des Pflegeheims, fiel die Entscheidung, das stationäre Pflegeangebot mit der Ingenium Gruppe bzw. einer für das Projekt zu gründenden Projektgesellschaft zu realisieren.
Mitte 2005 folgte die konkrete Beschlussfassung zur Veräußerung, von März bis Juli 2006 wurden die Vertragsgrundlagen abgestimmt, 2007 und 2008 der Bebauungsplan aufgestellt und im Januar 2009 der Kaufvertrag für das Grundstück beurkundet.
Doch die Firma Ingenium ließ die Frist zur Finanzierungsbestätigung verstreichen, im November 2009 wurde daher das Scheitern der vertraglichen Vereinbarungen erklärt.

Die Verwaltung reagierte umgehend und führte ab Dezember 2009 Gespräche mit weiteren Interessenten über den Grundstückserwerb und die mögliche Realisierung eines Pflegeheims.

Von ursprünglich 21 Interessenten sind nach Anforderung und Auswertung der Fragebögen mit den Auswahlkriterien:
Höhe des Kaufpreises,
Wirksamkeitszeitpunkt des Kaufvertrages,
geplanter Baubeginn,
Erfahrungen bei verantwortlicher Mitwirkung / Realisierung von Pflegeheimen in den letzten drei Jahren,
Auskunft zum Betreiberkonzept
noch insgesamt elf Interessenten verblieben.

Diese Unternehmen wurden eingeladen, in der Sondersitzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur und Soziales und des Haupt- und Finanzausschusses am 3. und 4. Mai 2010 ihre architektonischen und konzeptionellen Vorstellungen zu präsentieren. Sieben der Interessenten sind der Einladung gefolgt.

Nach Auswahl der Fraktionen, gewichtet nach Sitzen, haben Anfang August 2010 Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen, des Magistrats und des Seniorenbeirats Referenzobjekte von den drei in die engere Wahl gekommenen Interessenten besichtigt.

Das Familienunternehmen Lindhorst bzw. ML Immobilien-Handels- und Verwaltungs-GmbH mit seiner Tochtergesellschaft Mediko Pflege- und Gesundheitszentren GmbH hat in den drei Abschnitten des Verfahrens zur Auswahl der Interessenten ein „schlüssiges und ansprechendes Gesamtkonzept vorgestellt“, so Stadtrat Winckler.
Die Kriterien des Fragebogens wurden erfüllt und bei der Besichtigung des Referenzobjektes konnten die Aussagen der Präsentation in den Ausschüssen bestätigt werden.

„Das Unternehmen Lindhorst ist eine gute Ergänzung zu den in Hofheim bereits bestehenden konfessionellen Angeboten der stationären Altenhilfe“, erklärte Winckler.
Als besonders positiven Aspekt nannte er den nahräumigen Verbund mit den bereits in der Entstehung befindlichen Pflegeeinrichtungen in Flörsheim und Hattersheim. Die Informationen der jeweiligen Verwaltungsleitungen über die bisherige Zusammenarbeit mit der Firma Lindhorst sind positiv.

Das Pflegeheim wird in unmittelbarer Nachbarschaft zum Betreuten Wohnen in der Seniorenresidenz Wiesenmühle entstehen, die im Oktober 2006 bezogen wurde. Dies sind Eigentumswohnungen für Selbstnutzer und Kapitalanleger mit individuellem Betreuungsangebot.
Die Anlage besteht aus drei Gebäudekomplexen mit insgesamt 48 Wohneinheiten auf einer gemeinsamen Tiefgaragen-Anlage mit 50 PKW- Stellplätzen.
Die Größen der Wohnungen liegen zwischen 46 bis 158 Quadratmeter Wohnfläche mit Balkon oder Terrasse.

Quelle: Kreisstadt Hofheim am Taunus / Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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