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Marburg-Biedenkopf: Jeder Fünfte arbeitet für die Gesundheit

Pressemeldung vom 9. Februar 2010, 10:54 Uhr

Die Wirtschaft im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist überdurchschnittlich stark von der Gesundheit geprägt. Das ist ein großes Plus für unsere Region und bietet vielfältige Chancen für alle Beteiligte“, betonte Landrat Robert Fischbach am Rande einer Sitzung des Initialbeirats der Gesundheitsregion Marburg-Biedenkopf in Bad Endbach.
Insgesamt arbeiteten 2008 im Landkreis 19.788 Menschen in der Gesundheitswirtschaft. Dies bedeutet, dass mehr als jeder fünfte Arbeitsplatz (20,2 Prozent) der Gesundheitswirtschaft zuzuordnen ist und spiegelt die hohe Bedeutung der Branche für den gesamten Arbeitsmarkt der Region wider. Rund 85 Prozent der Beschäftigten in diesem Bereich arbeiten in einem
sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis.
Das Institut Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen) hat im Auftrag des Landkreises ein „Entwicklungskonzept Gesundheitswirtschaft im Landkreis Marburg-Biedenkopf“ erarbeitet, das in Bad Endbach im Initialbeirat der
Gesundheitsregion diskutiert wurde und nach der Berücksichtigung kleinerer Änderungen Ende Februar auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann. Schon vorab kann man einige zentrale Ergebnisse der Studie nennen
1. Der Großteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der
Gesundheitswirtschaft im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist mit 12.100
Arbeitsplätzen dem Kernbereich der ambulanten und stationären Versorgung
zuzurechnen.
2. Der Landkreis verfügt über eine gute stationäre Grundversorgung und ist
darüber hinaus mit dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg auch im
Bereich der Spitzenmedizin sehr gut positioniert. Des Weiteren tragen die
Aktivitäten und Investitionen des Uniklinikums insbesondere im Bereich der
Onkologie dazu bei, die Region über Landes- wie auch Bundesgrenzen hinaus
bekannt zu machen.
3. Die Forschung an der Philipps-Universität Marburg und am
Universitätsklinikum ist gut aufgestellt.
4. Mit den Betrieben auf dem ehemaligen Gelände der Behringwerke sind gute
und international anerkannte Referenzen im Bereich der Pharmaindustrie im
Landkreis vorhanden.
5. Der Kneippkurort Bad Endbach mit hohen medizinischen Kompetenzen bietet
Potenziale für einen Ausbau des Gesundheitstourismus sowie die Ausweitung der
Nachsorge für diagnosespezifische Versorgungsketten.
6. Es besteht eine gute Vernetzung der Akteure im Bereich der
Gesundheitswirtschaft.
Landrat Fischbach bedankte sich ausdrücklich bei dem hochkarätig besetzten Initialbeirat, der die Arbeit der Gesundheitsregion voranbringt. Die Aufgabe des Initialbeirates ist vor allem die Lenkung und Steuerung des Projekts
Gesundheitsregion, die Profilfindung und die Herausarbeitung von Schwerpunktthemen. Gerade deswegen ist es aus Sicht des Landrats so erfreulich und so wichtig, dass sich im Initialbeirat kompetente Vertreter
aus den unterschiedlichsten Bereichen im weit gefassten Bereich der Gesundheitswirtschaft mit einbringen.
In sieben neu gegründeten Arbeitsgruppen werden die verschiedenen Themenkomplexe der Gesundheitsregion jetzt vertieft. Diese sind: Bildung von Arbeitsgruppen zu den Themen: „Integration, Profilbildung, Marketing“, „Sicherstellung der Versorgung im Kernbereich“, „Ausbau von Versorgungsketten“, „Innovationen für Spitzenmedizin und High-Care“,
„Prävention“, „Qualifizierung“ sowie „Gesundheitstourismus“. Landrat Fischbach bedankte sich dafür, dass für alle Arbeitsgruppen sehr kompetente Moderatoren gefunden werden konnten.
Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat den Themenschwerpunkt Gesundheitswirtschaft bereits aufgegriffen und begonnen, sich unter der Marke „GEWINN: Gesundheit – Wirtschaft und Innovationen“ als Gesundheitsregion zu profilieren. Zusammen mit dem Institut Arbeit und Technik sollen die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der Studie mit Akteuren vor Ort
umgesetzt werden, um die Gesundheitswirtschaft im Landkreis weiter zu stärken. Weitere Informationen dazu sind im Internet unter http://www.gewinn-gesundheit.de <http://www.gewinn-gesundheit.de/> zu finden.

Quelle: Landkreis Marburg-Biedenkopf / Presse- und Kulturarbeit

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