Marburg-Biedenkopf: Leuchtturmprojekt „Freiwillig im Landkreis – Spuren hinterlassen – Erste Kommunen und Vereine haben Projekte im Landkreis Marburg – Biedenkopf gestartet.

Pressemeldung vom 9. Juli, 2009, 11:14 am

Marburg-Biedenkopf. Ein wichtiger Baustein, der aus dem Demografie-Projekt des Landkreises entstanden ist, nimmt Gestalt an. Bei dem Projekt „Freiwillig im Landkreis – Spuren hinterlassen“ haben jetzt Kommunen und Vereine die ersten zehn Projekte auf den Weg gebracht. „Durch dieses Projekt können engagierte Bürgerinnen und Bürger die Entwicklung des demographischen Wandels positiv beeinflussen und unsere Region aktiv gestalten“ betonte Landrat Robert Fischbach bei der Vorstellung der Initiativen.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf beschäftigt sich bereits seit einiger Zeit aktiv mit dem Thema demografischer Wandel. So ist eine wichtige Erkenntnis aus dem Demografie-Projekt, dass zukünftige Herausforderungen durch die Alterung der Gesellschaft und die Abnahme der Bevölkerung ohne den vermehrten Einsatz von Freiwilligen nicht zu bewältigen sind.

Der Freiwilligendienst aller Generationen bietet engagierten Bürgerinnen und Bürgern jeden Alters die Möglichkeit, sich für 15 Stunden in der Woche, für mindestens 6 Monate, sinnvoll in Projekten in sozialen, kulturellen oder anderen Einrichtungen für das Gemeinwohl zu engagieren. Die Freiwilligen werden durch die Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf begleitet und qualifiziert und erhalten im Freiwilligendienst eine Auslagenerstattung in Höhe von 130 Euro im Monat.

Das Ziel von 10 Projekten, die in diesen Jahr starten, konnte erreicht werden:

So möchte die Gemeinde Dautphetal mit Hilfe eines Freiwilligendienstes ein Gemeinschaftswohnprojekt einrichten sowie einen Besuchs- und Hilfedienst für sorgebedürftige Personen ihrer Gemeinde aufbauen.

Auch die Gemeinde Wohratal beabsichtigt mit Hilfe des Freiwilligendienstes aller Generationen die Einrichtung eines ehrenamtlichen Besuchs- und Begleitdienstes für ihre älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. Als längerfristiges Ziel hat sich die Gemeinde vorgenommen, ein niedrigschwelliges Betreuungsangebot, in Zusammenarbeit mit Bürgern, Vereinen oder anderen Einrichtungen aufzubauen, damit ältere Menschen in Wohratal länger bei ihren Familien leben können und deren Kinder entlastet werden.

In der Stadt Gladenbach sowie im Stadtteil Fronhausen werden zukünftige Spiele- und Bastelnachmittage, Vorlesestunden, Computerkurse für ältere Menschen und andere generationsübergreifende Angebote der Mehrgenerationentreffpunkte durch einen Freiwilligendienst koordiniert und unterstützt.

Ähnliche Ziele verfolgt die Gemeinde Lahntal. Sie möchte die neu entstehenden Mehrgenerationentreffpunkte in Sterzhausen und Goßfelden mit Hilfe von engagierten Bürgerinnen und Bürgern im Freiwilligendienst betreuen lassen.

Der Verein Seniorpartner in School will durch aktive Seniorinnen und Senioren, die zu Schulmediatoren ausgebildet werden, dazu beitragen, dass in den Schulen des Landkreises möglichst frühzeitig Konflikte zwischen Schülerinnen und Schülern geklärt werden können. Der Verein leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention.

Weitere Projektideen wurden vom Arbeitskreis „Wir alle in Rauschenberg“ zur Unterstürzung des Rauschenberger Treffs sowie von der Stadt Kirchhain in Kooperation mit dem dortigen Seniorenrat und der Jugendförderung eingereicht.

Quelle: Stadt Marburg – Pressestelle (Marburg-Biedenkopf)

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