Marburg: “JobDirekt” in Stadtallendorf bietet neue Perspektiven auf dem Weg in Beschäftigung
Pressemeldung vom 14. Oktober, 2009, 3:21 pm
Marburg. Neue, effektive und individuelle Wege in der Vermittlung und Betreuung von Menschen zu gehen – das war ein Ziel des Landkreises Marburg-Biedenkopf bei der Entscheidung, die im Sozialgesetzbuch II angebotene Optionsmöglichkeit zu wählen und das KreisJobCenter (KJC) zu etablieren. Das Projekt „JobDirekt“ in Stadtallendorf ist ein weiterer Baustein dieser innovativen Arbeit des KJC.
„Nachdem Mitte des Jahres 2009 die „JobOffensive“ in Biedenkopf gestartet ist, können wir jetzt mit ,JobDirekt’ auch das Erfolgsmodell Jobakademie in ähnlicher Form in Stadtallendorf etablieren. Wer heute in Stadtallendorf die SGB-II-Leistung beantragt, hat bei entsprechenden Voraussetzungen am folgenden Montag schon einen Platz bei ,JobDirekt’“, erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern die Idee des neuen Angebotes. „Wir bieten alles, was zur Arbeitsplatzsuche wichtig ist. Neben den technischen und strukturellen Möglichkeiten zählt dazu auch der Kontakt zu anderen Menschen“, wies Dr. McGovern auf die soziale Dimension des Projektes hin.
Anfang August 2009 hat das Projekt in Zusammenarbeit zwischen dem KreisJobCenter und der Praxis GmbH in Stadtallendorf begonnen. In den Räumlichkeiten in der Niederkleiner Straße 47 b wurden bisher insgesamt 59 Teilnehmer betreut. Die Betreuung erfolgt durch eine Fallmanagerin des KreisJobCenters und zwei Mitarbeiterinnen des Bildungsträgers Praxis GmbH. Die Betreuer („Coaches“) vor Ort beraten, unterstützen und bieten Hilfestellung mit ihrem Fachwissen auf Augenhöhe. Die Projektteilnehmer arbeiten an 20 PC-Arbeitsplätzen unterstützt von modernen Medien (Scanner, Farbkopierer, Faxgerät, umfangreiche Fachliteratur, ein mobiles Fotostudio und mehr) die vielen zu Hause so nicht zur Verfügung stehen und erhalten alles, was für eine gute Bewerbung notwendig ist, kostenfrei.
In vielen Einzelgesprächen und durch intensive Betreuung erfolgt die Förderung der persönlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen der Teilnehmer. Ziel der Arbeit mit den Kunden ist es, eine hohe Passgenauigkeit bei der Vermittlung und eine Nachhaltigkeit zu erreichen. Unterstützt werden die Teilnehmer auch durch den Arbeitgeberpersonalservice des KreisJobCenters.
„Der direkte Weg in ein intensives Vermittlungscoaching nach der Antragsstellung ist vorbildlich. Die Menschen müssen optimal dabei unterstützt werden, so schnell wie möglich ihren Lebensunterhalt wieder selber bestreiten zu können“, führt der Bürgermeister der Stadt Stadtallendorf, Manfred Vollmer aus. „Ich freue mich, dass nun auch den Menschen in und um Stadtallendorf der Weg in Arbeit in dieser Weise gebahnt wird. Und mit der Praxis GmbH steht dem KreisJobCenter ein zuverlässiger und kompetenter Partner zur Seite”, so Vollmer weiter.
Die Reaktion der ersten Kunden auf die Maßnahme, obwohl zu Beginn meist skeptisch wegen des verpflichtenden Bewerbungstrainings, ist sehr positiv. „Die Menschen fühlen sich in ihren individuellen Belangen ernst genommen und sie wissen die kompetente Beratung und Unterstützung zu schätzen“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete. Auch das unmittelbare Zusammenwirken des Fallmanagements des KreisJobCenters und des Bildungsträgers trage in Stadtallendorf erste Früchte: „Der Vermittlungserfolg spricht deutlich für das Konzept: Seit Beginn der Maßnahme konnten bereits 14 Integrationen in (sozialversicherungspflichtige) Beschäftigungen, eine betriebliche Berufsausbildung sowie ein Werkvertrag verzeichnet werden (Stand: 09.10.2009).
Die „JobAkademie“ des KJC, von der „JobDirekt“ abgeleitet ist, ist eines der erfolgreichen Projekte. Sie startete Anfang 2008 und leistet seitdem erfolgreiche Integrationsarbeit. Das Motto dabei ist: „To find a job is your job“ – (Einen Job zu finden, ist dein Job). Gefordert wird von den Kunden, dass sie ihre Fähigkeiten und Energie einsetzen, um innerhalb der insgesamt achtwöchigen Maßnahmezeit mit Unterstützung eine Beschäftigung zu finden. Speziell geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KreisJobCenters leisten hierbei Hilfestellung, zeigen mögliche alternative Strategien zur Stellenfindung auf und helfen dem Kunden, bisherige Hindernisse auf dem Weg in die Arbeit zu erkennen und zu beseitigen.
Quelle: Stadt Marburg – Pressestelle
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