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Nidderau: Gedenken an NS-Opfer in Ostheim und Heldenbergen

Pressemeldung vom 30. August 2010, 09:47 Uhr

Dritte Verlegung von „Stolpersteinen“ in Nidderau am 9. September
Nidderau – Am Donnerstag, den 9. September 2010, kommen die Namen von 28 Opfern des Nationalsozialismus wieder dahin zurück, wo diese ihr Zuhause hatten. Der Kölner Künstler Gunter Demnig setzt sein Erinnerungsprojekt fort und verlegt zum dritten Mal „Stolpersteine“ in Nidderau.
Über 22.000 zehn mal zehn Zentimeter große Gedenktafeln in über 500 Orten Deutschlands und mehreren Ländern Europas hat Demnig bereits in den Bürgersteig eingefügt. Sie erinnern direkt vor ihrer letzten freiwilligen Wohnstätte an Menschen, die während der Herrschaft der Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden. 39 „Stolpersteine“ in Ostheim, Windecken und Heldenbergen rufen bereits die Erinnerung an die Opfer wach. 28 weitere sollen am 9. September folgen und das schon jetzt größte dezentrale Mahnmal der Welt ergänzen.
Die Verlegung beginnt um 9 Uhr in der Spessartstraße 2 in Ostheim, wo Bürgermeister Gerhard Schultheiß ein Grußwort sprechen wird. An zwei Stellen in Ostheim werden insgesamt acht „Stolpersteine“ in den Bürgersteig eingelassen, es folgen 20 Gedenksteine an sechs Stellen in Heldenbergen. Begleitet wird die Verlegung von mehreren Geistlichen der Kirchen Nidderaus sowie von Schulklassen der Bertha-von-Suttner-Schule. Bürger der Stadt tragen vor Ort Gedenkworte an die Opfer vor.
Die Initiative „Stolpersteine“ wird durch bürgerschaftliches Engagement getragen. Die Kosten für die Steine in Höhe von jeweils 95 Euro tragen einzelne Bürger. Wer sich an der Initiative beteiligen möchte, findet mehr Informationen im Internet unter www.stolpersteine-nidderau.de oder kann sich telefonisch unter 0177/4541345 an Dr. Ralf Grünke wenden.

Quelle: Stadtverwaltung Nidderau

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