Raunheim: Heiraten in der Mönchhofkapelle
Pressemeldung vom 12. Juli, 2010, 4:51 pm
Raunheim pachtet das historische Gotteshaus von der Fraport
„Für uns ist es eine Herzensangelegenheit, dass wir nun auch die Zuständigkeit für die Mönchhofkapelle und somit für das ältestes Gotteshaus in Raunheim übernehmen dürfen“, freut sich Bürgermeister Thomas Jühe. Die Stadt hat mit der Fraport-Tochter Real Estate Mönchhof einen unbefristeten Pachtvertrag über die Nutzung der 1687 fertig gestellten Kapelle geschlossen, die sich etwa 2,5 Kilometer nordöstlich von Raunheim fast unmittelbar am Mainufer befindet und nun von der Fraport in frisch renoviertem Zustand an die Kommune übergeben wurde.
Die Stadt Raunheim darf die Mönchhofkapelle nun für standesamtliche Trauungen, kulturelle Veranstaltungen und sonstige Anlässe nutzen. „Wenn sich Hochzeitspaare das Ja-Wort geben möchten, sollen sie diesen besonderen Tag auch in einem besonderen Rahmen zelebrieren können“, sagt Thomas Jühe. „Wir werden nun die Vorbereitungen treffen, damit möglichst bald die erste Trauung in diesem historischen Umfeld möglich wird.“
Die Stadt will das Gotteshaus, zu dem noch ein kleiner, von einer Steinmauer umgrenzter Friedhof gehört, auch zu kulturellen Zwecken nutzen. „Lesungen, Kleinkunst, aber auch kleinere Konzerte passen gut zu den räumlichen und akustischen Voraussetzungen der Kapelle“, sagt Bürgermeister Jühe.
„Wir wollen außerdem mit der Stadt Kelsterbach bei der Nutzung dieses historischen Kleinods eng zusammenarbeiten“, erklärt Manfred Albat, Leiter des Fachdienstes Liegenschaften und Gebäudemanagement. Hierzu werde noch eine Vereinbarung zwischen den beiden Städten getroffen.
Der von Bürgermeister Jühe aus der Taufe gehobene Verein „Förderverein Mönchhofkapelle e.V.“ hatte die Sanierungsmöglichkeiten für die Kapelle im Zusammenwirken mit der Stadt Raunheim sorgsam ermitteln lassen. Auf dieser Grundlage hat dann die Fraport AG, die seit 2004 Eigentümerin des Mönchhofareals ist, die Kapelle hochwertig renovieren lassen.
Gegenwärtig ist die Kapelle allerdings noch schwer zu finden. Menschen, die sie von außen besichtigen wollen, müssen von der ehemaligen B43 zwischen Kelsterbach und Raunheim der ausgeschilderten Zufahrt Eddersheimer Schleuse folgen. Von dort geht es dann entlang des Mains in Richtung Raunheim.
„Noch ist der Weg somit vergleichsweise umständlich“, bedauert Bürgermeister Jühe. Doch das wird sich ändern. Im Zuge des Ausbaus der Regionalparks Rhein-Main Süd-West soll im nächsten Jahr ein durchgehender Mainuferweg von Raunheim nach Kelsterbach eingerichtet werden, der auch den so genannten Caltex-Hafen überbrückt – „dann wird die altehrwürdige Kapelle endlich auch wieder von Raunheim aus direkt zugänglich sein“.
Weitere Informationen zur Kapelle stehen auf der Homepage www.raunheim.de unter der Rubrik „Ausflugsziele“.
Quelle: Jürgen Gelis im Auftrag der Stadt Raunheim
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