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Wetteraukreis: Wir zeigen Flagge für Tibet

Pressemeldung vom 7. März 2014, 10:54 Uhr

Wetteraukreis (pdw). Anlässlich des 55. Jahrestages des Volksaufstandes der Tibeter hisst der Wetteraukreis am 10. März wieder die Tibetanische Flagge. „Wir beteiligen uns damit wiederholt an der bundesweiten Aktion der Tibet-Initiative und setzen damit ein Zeichen für das legitime Recht des Tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung“, so Landrat Arnold.

Die Entwicklung, die China in dem besetzen Land vorantreibt, kommt vor allem den chinesischen Siedlern zugute und lässt die Tibeter zu einer Minderheit in ihrem eigenen Land werden. Seit dem Aufstand 2008 in Tibet wird die Unterdrückung des Volkes noch brutaler betrieben.

Für die Ausübung ihrer in Europa selbstverständlichen Rechte wie die Teilnahme an Demonstrationen und der Äußerung regimekritischer Meinungen werden Tausende inhaftiert. Wie groß die Verzweiflung in diesem Land ist, zeigt auch die deutliche Zunahme an Selbstverbrennungen seit 2011. So haben sich bis Februar 2014 127 Tibeterinnen und Tibeter selbst verbrannt.

„Gerade im Hinblick auf die Situation in der Ukraine ist es notwendig, dass wir uns auch hier in Deutschland laut vernehmbar für Menschen einsetzen, deren Rechte und Identität massiv unterdrückt werden“, so Landrat Arnold.

Der Dalai Lama, das geistige und weltliche Oberhaupt der Tibeter, setzt sich seit seiner Flucht nach Indien für die Rechte seines Volkes in China ein. „Mit der Teilnahme an dieser Aktion stärken wir sein Handeln und zeigen den Menschen in Tibet, dass wir ihr Leid nicht einfach so hinnehmen“, so Arnold.

Tibet ist seit 1949/50 von China besetzt. Am 10. März 1959 erhob sich das tibetische Volk gegen die chinesische Besatzungsmacht. Tausende Tibeter versammelten sich in Lhasa, um den Dalai Lama vor der chinesischen Gefangennahme zu schützen. Der Dalai Lama musste ins Exil fliehen, und der Aufstand wurde von der Volksbefreiungsarmee blutig niedergeschlagen. Mindestens 87.000 Tibeter kamen dabei ums Leben. Als Folge der anhaltenden Unterdrückung in Tibet leben heute 150.000 der sechs Millionen Tibeter im Exil.

Quelle: Wetteraukreis – Fachdienst Kommunikation

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