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Bad Camberg: Neue Wanderkarte für den Taunus

Pressemeldung vom 14. Juni 2011, 09:02 Uhr

Über 400 km Wanderwegenetz

Die Bildung von Touristischen Arbeitsgruppen (TAG) im Fremdenverkehrsverband „Taunus Touristik Service“ vor 2 Jahren trägt erste greifbare Erfolge. Die sehr aktive „TAG Westlicher Taunus“ unter Federführung der Stadt Bad Camberg hat jetzt eine Wanderkarte „Taunus – vom Feldberg zur Lahn“ herausgegeben. Die Bürgermeister der 15 beteiligten Kommunen Bad Camberg, Brechen, Glashütten, Grävenwiesbach, Hünfelden, Hünstetten, Idstein,

Neu-Anspach, Selters, Schmitten, Waldems, Weilmünster, Weilrod, Usingen und Villmar sehen sich durch den in den letzten Jahren zunehmenden Wandertourismus bestätigt, dass der Taunus nicht nur eines der bekanntesten, sondern auch beliebtesten deutschen Mittelgebirge ist. „Die Nachfrage für buchbaren Wanderurlaub wächst ständig“ führt Bad Cambergs Bürgermeister Wolfgang Erk aus, „die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass wir ein überörtliches Wanderwegenetz schaffen, dass die Wanderer durch unseren schönen Taunus führt“.

Die Bürgermeister waren sich einig, dass die einzelnen Kommunen bereits sehr schöne Rundwanderwege haben. Es fehlte jedoch das verbindende überörtliche Wanderwegenetz. Mit einer ausführlichen Wanderkarte mit Hinweisen auf Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten, so sind die Bürgermeister überzeugt, profitiert auch die örtliche Gastronomie und Hotelerie. Auch für den örtlichen Tourismus wird es positive Impulse geben. Stolz sind die 15 Bürgermeister auch darauf, dass diese Wanderkarte ausschließlich von den beteiligten Kommen finanziert wurde.

Das Wanderwegenetz hat Uwe Hartmann vom Naturpark Hochtaunus aus bestehenden Wanderwegen zusammengestellt. So entstand eine Gesamtlänge von 408 km. Das Wanderwegenetz führt die Wanderer an zum Teil einzigartigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Alle 15 Kommunen haben Interessantes zu bieten, das es sich lohnt anzuschauen. So im nordwestlichsten Teil zum Beispiel in Villmar das Naturdenkmal „Unicabruch“, der das vor 380 Millionen Jahren entstandene Geotop eindrucksvoll darstellt. Aber auch die 1000-jährige Linde „Rainborn“ in Waldems, die Siegfriedseiche Grävenwiesbach, das Heimatmuseun in Weilmünster, das neue Selterswasser-Museum in Niederselters, das Römerkastell Meisel in Glashütten, das weltbekannte Römerkastell Saalburg oder das Freilichtmuseum Hessenpark in Neu-Anspach sind historische Schaustätten der heimischen Geschichte.

Das Wanderwegenetz führt die Touristen auf Schusters Rappen auch zu tollen Fachwerkbauten, ob es nun das Bad Camberger Amthofgebäude – eines der längsten Fachwerkgebäude Deutschlands – ist oder die Fachwerkensemble der Idsteiner oder Usinger Altstädte. Bei den Gemeinden in Hünstetten-Wallrabenstein, Brechen-Niederbrechen, Weilrod-Altweilnau oder Hünfelden-Kirberg trifft man auf Burgruinen, um nur einige zu nennen.

Ein Ausgangspunkt von Wandertouren wird das neue Taunusinformationszentrum an der Hohenmark in Oberursel sein. Dort ist der Sitz der Taunus Touristik Information und des Naturpark Hochtaunus. Nicht weit davon empfängt die Gemeinde Schmitten den Besucher mit dem 879 m hohen Feldberg, bekanntlich die höchste Erhebung des Taunus.

Neben der Wanderkarte, die bei allen beteiligten Kommunen und im TIZ für 2,50 Euro erhältlich ist, werden Einstiegsportale und Hauptwegweiser in der Natur den Wanderer leiten. In einem weiteren Schritt ist ein Wanderführer in Buchform geplant, der ausgewählte Wanderrouten für 1 bis Mehrtagestouren vorschlägt. Ziel, so sind sich die beteiligten Bürgermeister, der Naturpark Hochtaunus und die Taunus-Touristikinformation einig, muss es sein, komplett organisierte Wandertouren buchen zu können. Schließlich ist ein weiteres Ziel, den gesamten Bereich des Fremdenverkehrsverbandes Taunus Touristik Service mit einem Wanderwegenetz nach dem Vorbild des westlichen Taunus touristisch weiter zu erschließen.

Quelle: Bad Camberg / Kurverwaltung

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