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Bad Homburg: Erster Eindruck bestätigt: Abriss der Brücke war nötig – Shuttlebus zur Schule

Pressemeldung vom 19. August 2009, 16:00 Uhr

Bad Homburg. Der sofortige Abriss der Brücke über die Saalburgchaussee war notwendig. Das bestätigt eine erste Inaugenscheinnahme des abgehobenen Mittelteils durch die Fachleute des Produktbereichs Straßenbau der Bad Homburger Stadtverwaltung. Der Stahl war so weit von Rost geschädigt, dass die Standsicherheit gefährdet war. Das Betonbauteil liegt neben der Straße und soll der Materialprüfungsanstalt Stuttgart für Untersuchungen dienen.

Der Abriss ist in der Nacht zum Mittwoch reibungslos verlaufen. Die gesperrte B 456 wurde gegen 5.45 Uhr wieder freigegeben. Neben dem Straßenbau waren die Ordnungspolizei, die Verkehrsbehörde, die Feuerwehr, der Betriebshof sowie die Polizei beteiligt. Stadtrat Peter Vollrath-Kühne dankte ausdrücklich allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Einen besonderen Dank richtete er an die Anwohner der Umleitungsstrecke durch Dornholzhausen für ihr Verständnis.

Nicht ganz so reibungslos wie der Abriss läuft die Suche nach einem schnellen Ersatz. „Der Produktbereich Straßenbau hat in diesen zwei Wochen alles Menschenmögliche getan, um für einen sofortigen Ersatz zu sorgen“, sagt Vollrath-Kühne. Die Stadtverwaltung hat Firmen um Angebote gebeten. Das Ergebnis: Für einen sofortigen Bau während der Ferienzeit hat keiner der Betriebe Kapazitäten frei. Eine Anfrage beim Technischen Hilfswerk hat ergeben, dass die benötigte Art der Brücke von dieser Organisation nicht errichtet werden kann. Die Stadtverwaltung erwartet allerdings noch eine Antwort der Bundeswehr, ob ein entsprechendes Bauwerk doch noch kurzfristig zur Verfügung stehen könnte.

Für Firmen beträgt die kürzeste Frist für den Bau einer Ersatzbrücke vier Wochen. „Wir bereiten deshalb für den Schulbeginn alles vor, damit die Kinder trotzdem sicher in die Schule und wieder nach Hause kommen“, sagt Vollrath-Kühne. Die Stadt richtet einen Shuttle-Bus ein, der rund 20 Kirdorfer Kinder zur Grundschule Dornholzhausen fahren wird. Der Bus führt zur ersten und zweiten Stunde nach Dornholzhausen sowie nach der fünften und sechsten Stunde zurück. An der Grundschule ist eine eigene Zusatzhaltestelle eingerichtet worden. Die Stadt schreibt darüber hinaus die betroffenen Eltern an. Für ältere Kinder aus Dornholzhausen, die die Gesamtschule am Gluckenstein besuchen, weist die Stadt auf die Buslinie 36 hin, die schon jetzt morgens von Dornholzhausen bis zur Gesamtschule fährt. Schüler, die mit dem Rad zum Gluckensteinweg fahren, müssen in dieser Zeit den Umweg über die Unterführung an der Karlsbrücke oder über die PPR-Kreuzung nehmen.

Sollte auch die Bundeswehr absagen, lässt die Stadt die stehen gebliebenen Rampen mit Erde unterfüttern. Damit wäre die Gefahr eines Einbruchs beseitigt. Dann soll eine gut 27 Meter breite Holzbrücke auf die Stützen gelegt werden. Sie kann als Provisorium stehen bleiben, bis eine Entscheidung über einen Neubau fällt. Wird die Brücke neu gebaut, kann der Holzübergang später als Bachbrücke weiter verwendet werden.
Quelle: Stadt Bad Homburg – Pressestelle

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