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Bad Homburg v.d.Höhe: Stadt stellt Schlecker-Frau als Erzieherin ein

Pressemeldung vom 2. August 2016, 14:26 Uhr

Kindertagesstätten sind nicht nur für berufstätige Eltern wichtig, sondern auch für alle Kinder.

Denn dort lernen die Kleinen soziale Fähigkeiten, die sie in ihrem späteren Leben brauchen. Die frühkindliche Betreuung spielt eine fundamentale Rolle in der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, qualifiziertes Personal zu finden und zu beschäftigen. Die Stadt Bad Homburg geht dabei vielfältige Wege und setzt auch auf ungewöhnliche Lebenswege: Zum 1. August hat die Stadt eine ehemalige Schlecker-Frau eingestellt. Sie war nach 22 Jahren bei der Drogeriemarktkette durch deren Insolvenz arbeitslos geworden und folgte dem Aufruf von der damaligen Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, eine Umschulung zur Erzieherin zu machen.

„Die Stadt Bad Homburg möchte mit der Einstellung ein Zeichen setzen, dass bei uns jeder, der gut qualifiziert ist, eine Chance bekommt – egal wie alt er ist und welchen Beruf er vorher ausgeübt hat. Gerade für ältere Arbeitnehmer ist es schwierig, noch einmal neu anzufangen, vor allem wenn der Arbeitsmarkt einen dazu zwingt. Deshalb ziehe ich den Hut vor dem Mut unserer neuen Mitarbeiterin. Sie hat sich gegen alle Widerstände durchgesetzt, hat noch einmal die Schulbank gedrückt und ist nun dafür belohnt worden. Wir freuen uns, dass sie nun ihre Lebenserfahrung bei der Kindererziehung in Bad Homburg einbringt“, sagt Oberbürgermeister Alexander Hetjes.

Der Oberbürgermeister weiß aus eigener Erfahrung, dass qualifiziertes Personal von zentraler Bedeutung ist: „Für mich als Familienvater ist es wichtig, wem ich meine Kinder den Tag über anvertraue. Ich möchte sicher sein, dass die Kinder in der Kita in ihrer Entwicklung optimal gefördert werden. Deshalb möchte ich auch noch einmal darauf hinweisen, dass uns Bewerbungen von Männern herzlich willkommen sind, denn männliche Fachkräfte bieten eine große Chance für die Entwicklung von Jungen und von Mädchen.“

Seit Jahren setzt die Stadt auch darauf, Erzieher/innen bei ihrer Ausbildung zu unterstützen und sie später zu übernehmen, erklärt Hetjes: „Wir sind verlässlicher Ausbildungspartner im sozialpagogischen Bereich für etwa 60 Personen pro Jahr. Im Rahmen der Ausbildung bieten wir Plätze für die vorgeschriebenen Praxisphasen – teilweise gegen Entgelt. Seit einigen Jahren bieten wir zudem Stipendien für den Zeitraum der fachtheoretischen Erzieherausbildung an. Auch die relativ neue Art der Ausbildung in Teilzeit unterstützen wir. Dafür haben wir mittlerweile vier feste Praxisstellen eingerichtet.“

Die Stadt Bad Homburg hilft zudem Bewerbern, die ihre Qualifikationen nicht in Deutschland erworben haben. „Personen, die über einen ausländischen, pädagogischen Bildungsabschluss verfügen und für die Anerkennung in Deutschland noch Praxiszeiten benötigen, können gerne Kontakt mit unserem Personalservice aufnehmen. Das Team unterstützt gerne auf dem Weg zur anerkannten Fachkraft“, so Hetjes.

Eine Bewerbung als pädagogische Fachkraft für die Kindertagesstätten ist jederzeit möglich, auch wenn gerade keine Stelle ausgeschrieben ist. Wichtig ist allerdings, dass die Bewerber pädagogische Fachkraft im Sinne des Hessischen Kinder- und Jugendgesetzbuch (§ 25b) sind, um langfristig beschäftigt werden zu können. Die Stadt bietet grundsätzlich sowohl Teilzeit- als auch Vollzeitstellen.

Die Stadt betreibt 16 Kitas mit Krippen, Kindergärten und Horten. Die Konzeption richtet sich dabei am Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan aus. Das breite Spektrum der städtischen Einrichtungen eröffnet den Fachkräften die Chance auf ein Arbeitsumfeld, das den persönlichen Neigungen, Wünschen und Fähigkeiten entspricht.

Bei Fragen zu den Ausbildungsmöglichkeiten hilft Thomas Hummel vom Personalservice Telefon 06172/100-1104, E-Mail bewerbung@bad-homburg.de weiter. Zur Bewerbung als Fachkraft bitte an den Personalservice unter Telefon 06172/100-1101 oder -1108, E-Mail bewerbung@bad-homburg.de wenden.

Quelle: Bad Homburg v.d.Höhe

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