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Bad Vilbel: Dem Eichenprozessionsspinner vorbeugen

Pressemeldung vom 29. April 2015, 14:19 Uhr

Städtisches Gartenamt ergreift Maßnahmen

Aktuell laufen die Maßnahmen gegen den Befall von Eichen durch Larven des Eichenprozessionsspinners. Die Raupen sind jedoch nicht für die Bäume gefährlich, sondern werden aus gesundheitlich-hygienischen Gründen in der Nähe von Siedlungen und Erholungseinrichtungen bekämpft. „Die haarigen Raupen des Eichenprozessionsspinners sorgen seit mehreren Jahren im Rhein-Main-Gebiet für Aufregung. In Bad Vilbel werden wir präventiv dagegen vorgehen und auch in diesem Frühjahr vorbeugend das Mittel Dipel ES, ein b. t.-Präparat (Bacillus thuringensis), gespritzt. Dieses Insektizid wirkt nur gegen die Schmetterlingsraupen des Eichenprozessionsspinners. Es ist ungiftig und für den Menschen völlig ungefährlich, es schadet keinen anderen Insekten, wie etwa Bienen. Durch Blattfraß nehmen die Raupen das Mittel auf und sterben ab. Für den Erfolg der Maßnahme ist der richtige Zeitpunkt wichtig: die Temperaturen müssen stimmen, das Entwicklungsstadium der Eichenblätter, die Witterung darf nicht zu feucht sein und Regen sollte in den Tagen nach der Spritzung nicht fallen“, erläutert Bad Vilbels Gartenamtsleiter, Ronald Agel.

Beauftragt wurde die Firma F. Landau Grünpflege aus Dortelweil, die auf diesem Gebiet auch in ihrer Heimatstadt mehrjährige Erfahrung vorweisen kann. Die Eichen werden vom Boden aus eingenebelt. Etwa einen halben Tag lang können noch Tropfen von den Blättern herabfallen, deshalb werden die behandelten Flächen zur Sicherheit für einen Tag abgesperrt. Neben einzelnen Spielgeländen werden die Außengelände der Kindertagesstätten behandelt. Genaue Termine werden mit den Leitungen abgesprochen und den Erziehungsberechtigten frühzeitig gemeldet.

„Über 700 Bäume im gesamten Stadtgebiet werden von einer Spezialfirma nach Prioritäten behandelt. Nur unmittelbar während der Maßnahme ist der jeweilige Baumstandort gesperrt. Wartezeiten sind nicht einzuhalten, da das Mittel für Menschen absolut harmlos ist“, so Ronald Agel.

Die Stadt Bad Vilbel und der Dienstleistungsbetrieb bitten um Verständnis für diese Unannehmlichkeiten. Die prophylaktische Spritzung gegen den Eichenprozessionsspinner ist nach den Erfahrungen der Vorjahre sehr effektiv und verhindert fast völlig den Befall für den Sommer des gleichen Jahres. Die vorbeugende Behandlung ist nicht nur ungefährlicher, sondern auch kostengünstiger als die spätere fachmännische Entfernung der ausgewachsenen Nester mit den Brennhaaren. Eine Bekämpfung nach dem genannten Zeitpunkt, wenn also die Brennhaare bereits ausgebildet sind, ist sehr aufwändig und sollte nur Spezialisten (z.B. Schädlingsbekämpfern) überlassen werden. Auch Privatpersonen mit Eichen im Garten sollten diese Möglichkeit in Erwägung ziehen. Spezielle Genehmigungen sind anders als bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln nicht notwendig. „Dies empfehlen wir auch Privatpersonen. Sie sollten wegen der möglichen gesundheitlichen Belastung und der für die Bekämpfung erforderlichen speziellen Arbeitstechniken nicht zur Selbsthilfe greifen“, sagt Ronald Agel abschließend.

Das elektrostatische Spray-System „Martignani-KWH“ wurde 1981 als erstes Gerät dieser Art in Europa produziert und als einziges in Italien und im Ausland erprobt und mit guten phytotherapeutischen Ergebnissen getestet. Bei Tausenden von Wein- und Obstbaubetrieben weltweit bereits bewährt, stellt dieses Gerät einen der wichtigsten Beiträge zur Fortentwicklung neuer und besserer Aufbringungstechniken dar. Das Gerät gewährleistet einen sehr feinen und beständigen Nebel und somit eine einheitliche Bedeckung und Verteilung, sogar bei schwierigen Witterungsverhältnissen. Dieses hochwertige Gerät arbeitet ohne Beschädigung der Pflanzen (Flüssigkeit auf Niedrigdruck) und ohne Bodenverunreinigungen (Flüssigkeit läuft nicht von der Pflanze).

Quelle: Stadt Bad Vilbel

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