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Beerfelden: Prävention, Aufklärung und gemeinsamer Austausch

Pressemeldung vom 25. Februar 2015, 09:33 Uhr

Medienkompetenzprojekt der Kinder-und Jugendförderung Odenwaldkreis an der Oberzent-Schule Beerfelden

Die Oberzent-Schule Beerfelden hat vom 10. – 12.02.2015 mit dem Jahrgang 7 am Medienkompetenzprojekt der Kinder- und Jugendförderung teilgenommen, um einen gemeinsamen Dialog zwischen geschulten Experten, Elternhaus und Schulgemeinde herbeizuführen. Auf welche Weise den verschiedenen Risiken und alltäglichen Gefahren im Umgang mit Neuen Medien (PC, Smartphone, Internet etc.) präventiv begegnet werden kann und welche regionalen Unterstützungsangebote es für betroffene Familien gibt, ist zudem ausführlich auf einem dazugehörigen Elternabend thematisiert worden.

Schnell ist es passiert und die Folgen können oftmals sehr schwerwiegend sein: Der eigene Wohnort wird verraten, ein Online-Date ausgemacht oder ein privates Foto bzw. Video von Mitschülern ins Internet gestellt.
Kinder und Jugendliche sind sich der möglichen Risiken und Gefahren durch den täglichen Einsatz von Handys, Tablets oder den Sozialen Netzwerken jedoch oftmals nicht bewusst.

Dieses Gefahrenpotenzial zu reduzieren und die Schülerinnen und Schüler durch Aufklärung und einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch zu einem überlegteren Handeln und Abwägen im Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren, hat sich die Projektleiterin, Frau Andrea Münch von der Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises gemeinsam mit ihrem Team (Frau Helwig) und Herr Merkel) vorgenommen.

Jeweils drei Stunden lang konnten die Klassen dabei an acht verschiedenen Arbeitsstationen ihr Wissen, ihre Haltung und Einstellung zu verschiedensten Fragestellungen (z. B. Weitergabe privater Daten und Posten von Bildern) mit den Experten vor Ort austauschen und vertiefen. Die Begleitung durch die Klassenlehrkräfte hat auch diesen die Chance geboten, sich intensiv mit den möglichen Gefahren und Risiken (z. B. mit Blick auf Wanderfahrten) auseinanderzusetzen und auch zu den rechtlichen Hintergründen zu informieren.

Die pädagogische Haltung hinter dem Projekt ist es, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger die Klassen zu ermahnen, sondern auf Einsicht und Verständnis der Kinder und Jugendlichen selbst zu setzen. (sondern im gemeinsamen Dialog eigene Handlungsstrategien zu entwickeln sowie das eigene Mediennutzungsverhalten zu überprüfen und zu überdenken).
Gerade der Austausch in Kleingruppen während der Stationenarbeit ermöglichte es dem Jahrgang, miteinander zu lernen und eigene Erfahrungen kritisch zu reflektieren.

Auf dem zugehörigen Elternabend zum Medienprojekt haben Eltern zudem die Gelegenheit gehabt, gemeinsam mit dem Referenten, Herrn Walther Howe, eigene Fragen, Sorgen und Bedenken zu der teils brisanten Thematik zu klären.

Die Wichtigkeit der Vorbildfunktion von Eltern und auch Lehrkräften im Hinblick auf eine angemessene und konfliktfreie Mediennutzung ist hierbei ebenso stark betont worden, wie die Bereitschaft der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern des Odenwaldkreises, Elternhaus und Schule als Ansprech- und Kooperationspartner bei Konflikten zur Seite zu stehen.
Der Aspekt „Spiel- und Handysucht“ bilde dabei einen besonders wichtigen Schwerpunkt, da dieses neuere Krankheitsbild oftmals nicht so leicht zu erkennen sei und man Unterstützungsmaßnahmen weiter ausbauen müsse.

Herr Howe betonte, dass man Neue Medien bei allen Problemlagen durchaus positiv sehen und vermitteln solle und auch von schulischer Seite (wie z. B. durch Aufklärung im Rahmen des Projekts „Mediencoaches“ an der Oberzent-Schule) ein wichtiger, präventiver Beitrag geleistet werden kann.
Zahlreiche, sofort vergriffene Flyer rund um die Thematik rundeten den erfolgreichen Elternabend ab.

Quelle: Touristinfo – Beerfelden

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