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Bensheim: Bundestagswahl am 27. September – Großes Interesse der Wahlberechtigten

Pressemeldung vom 17. September 2009, 16:26 Uhr

Bensheim. Nur noch knapp eine Woche, dann entscheiden die rund 62,2 wahlberechtigten Bundesbürger, wer in den kommenden vier Jahren das Land regieren wird. Traditionell aktiviert die Bundestagswahl die meisten Wähler. Eine Wahlbeteiligung von 77,7 Prozent im Bund, 78,7 Prozent in Hessen und sogar 80,1 Prozent in Bensheim vor vier Jahren wären bei anderen Urnengängen ein Traumergebnis.
Dabei war die bundesweite Wahlbeteiligung 2005 die niedrigste seit 1949. In den 15 davor liegenden Wahlgängen gab es immer ein Auf und Ab bei der Beteiligung, wobei 1972 (Streit um Ostverträge, gescheitertes Misstrauensvotum gegen Brandt) mit 91,1 Prozent die meisten Wähler mobilisiert wurden.
Das Interesse an einer Wahl lässt sich im Vorfeld auch gut von der Nutzung der Briefwahl ableiten. Zehn Tage vor der Wahl waren es in Bensheim immerhin 12,4 Prozent der insgesamt 29 833 Wahlberechtigten, die ihre Stimme schon jetzt abgegeben haben. Vor fünf Jahren lag die Zahl der Briefwähler am Ende bei 15,4 Prozent.
Interessant ist dabei auch immer, aus welchen Ecken der Welt sich des Wählers Stimme Geltung verschafft.
Reinhard Metzger, bei der Stadtverwaltung für die Vorbereitung und Organisation der Wahl zuständig, hat bereits Post von den Kanaren, aus Spanien und sogar aus China erhalten. Auch der deutsche Staatsbürger, der schon seit vielen Jahren in Frankreich lebt und im Wählerverzeichnis nicht aufgeführt ist, wird seine Stimme abgeben dürfen, obwohl der eigentlich die Antragsfrist für die Aufnahme ins Wählerverzeichnis verpasst hat. Reinhard Metzger wollte ihm den dringenden Wunsch, wählen zu können, nicht abschlagen und hat sich beim Landeswahlleiter rückversichert, um die Briefwahlunterlagen nach Frankreich schicken zu können. Jetzt liegt es am Postweg, ob die Stimme aus Frankreich rechtzeitig bis spätestens 27. September um 18 Uhr im Rathaus-Briefkasten ankommt.
Angesicht der zu erwartenden hohen Wahlbeteiligung ist es auch wichtig, dass die 31 allgemeinen Wahllokale und die drei Briefwahlbezirke ausreichend besetzt und eventuelle Ausfälle kompensiert werden können. Bei insgesamt rund 270 erforderlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern ist Reinhard Metzger daher für jede Unterstützung dankbar.
Der Einsatz bezieht sich jedoch nicht auf die kompletten zehn Stunden, in denen das Wahllokal geöffnet ist, sondern nur auf die Hälfte – entweder von 8 bis 13 Uhr oder von 13 bis 18 Uhr. Zur Stimmenauszählung nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr müssen allerdings alle ehrenamtlichen Helfer anwesend sein.
Meldungen nimmt Reinhard Metzger (Tel. 14-327) vom Team Bürger- und Medienservice im Rathaus entgegen. Wahlhelfer kann jeder werden, der in Bensheim wahlberechtigt ist. Honoriert wird der Einsatz der Wahlhelfer mit einem sogenannten „Erfrischungsgeld“ in Höhe von 30 Euro.
Aus organisatorischen Gründen bittet Reinhard Metzger die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, die bereits ihr Ernennungsschreiben für den 27. September erhalten haben, dies mit der entsprechenden Zu- oder Absage an die Stadtverwaltung zurückzuschicken. Dies ist wichtig, um erforderliche Nachbesetzungen vornehmen zu können.

Quelle: Stadt Bensheim – Pressestelle

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