Energiewechsel

Bensheim: Einmal mehr markierte ein symbolischer Spatenstich den Beginn einer weiteren Baumaßnahme am Bensheimer Bahnhof.

Pressemeldung vom 14. August 2009, 13:39 Uhr

Bensheim. In einem vorgeschalteten öffentlichen Teil seiner Arbeitssitzung hatte sich der Magistrat am Freitag auf dem Gelände des Zentralen Busbahnhofs (ZOB) getroffen, um auf den anstehenden barrierefreien Umbau des ZOB aufmerksam zu machen.
Mit dabei war auch Helene Minak, deren Sturz vor wenigen Wochen bedauerlicherweise nochmals verdeutlicht hatte, wie wichtig gerade für ältere Menschen ein hindernisfreier Zugang zu den Bussen ist. Allerdings machte Bürgermeister Thorsten Herrmann auch klar, dass seitens der Stadt ein früherer Baubeginn nicht möglich gewesen wäre. Die mit rund 115 000 Euro teure Umbaumaßnahme ist nur mit Hilfe staatlicher Zuschüsse möglich und erst nach entsprechender Bewilligung darf mit dem Umbau auch begonnen werden. Anfang August war der Bescheid über die Übernahme von rund 40 Prozent der Baukosten im Rathaus eingegangen und damit war auch grünes Licht für die Maßnahme gegeben.
Vor Ort wies der Bürgermeister auf die zentralen Ziele des Umbaus hin. Zum einen gehe es um die Absenkung der 16 Zentimeter hohen Bussteige, um auch Menschen mit Gehhilfen oder Kinderwagen einen barrierefreien Zugang zu den Bussen zu ermöglichen und zum anderen gehe um ein Leitsystem für Sehbehinderte zur Verdeutlichung der Wegebeziehungen zwischen Bahnhof und Busbahnhof, beziehungsweise zur Innenstadt oder Richtung Gartenstraße und Schwanheimer Straße zur Weststadt.
„Es ist wichtig, dass kein Bürger aufgrund unnötiger und Barrieren von öffentlichen Bereichen ausgeschlossen wird“, ist Bürgermeister Herrmann die Nutzungsfreundlichkeit für das Kind mit Rädchen ebenso wichtig wie für den verletzten Sportler mit Krücken oder die Seniorin mit der Gehhilfe.
Bei Helene Minak bedankte er sich mit einem bunten Blumenstrauß für ihr Kommen und sprach nochmals sein Bedauern über ihr Missgeschick aus. Wie Geschäftsführer Heinz Hebling vom Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße, der im Auftrag der Stadt die Baumaßnahme ausführt, und Marek Jost vom Ortsbeirat Bensheim-Mitte erhielt auch sie Gelegenheit, mit einem Spaten den Beginn und damit symbolisch die Notwendigkeit der Umbauarbeiten zu demonstrieren. Mitte September wird es mit den Arbeiten losgehen und etwa vier Wochen später soll die Maßnahme beendet sein.
Erster Stadtrat Helmut Sachwitz erinnerte daran, dass die Stadt vor über zwei Jahren – zunächst auf die Kernstadt und Auerbach begrenzt – mit einer Auflistung sogenannter Problemschwerpunkte begonnen hat. Heute seien bereits gut 80 Prozent der rund 40 Stolperfallen beseitigt.
Den Termin vor Ort nutzte der Magistrat, weitere aktuelle Themen rund um den Bahnhof anzusprechen. Derzeit ist die Bauverwaltung im Gespräch mit der Bahn, um gemeinsam eine Vorgehensweise abzustimmen, die ein sauberes Bahnhofsbild ermöglicht.
Positive Veränderungen der zurzeit erheblichen Bauaktivitäten am Bahnhof waren am Freitag schon erkennbar, wie beispielsweise die neue Rampe und die moderne Beleuchtung am nördlichen Zugang zum Hauptgebäude.
Auch auf dem zum neuen Taxi-Standort umgestalteten Amersham-Platz machte sich der Magistrat ein Bild von den nahezu abgeschlossenen Arbeiten. Platzprobleme hinsichtlich des Vorbeifahrens oder bei der Umrundung des Platzes waren objektiv nicht erkennbar, zumal dies auch im Vorfeld durch eine Probefahrt mit einem Taxi bestätigt worden war. Dennoch sollen mögliche Eventualitäten ausgeschlossen und der Wendebereich um einem Meter auf knapp 14 Meter aufgeweitet werden.
Generell war der Magistrat einmütig der Meinung, dass der Platz durch die Umgestaltung gewonnen habe. Gewonnen haben inzwischen auch die Radfahrer. Sie haben auf dem Parkplatz an der Westseite der Bahngleise zusätzliche 38 Abstellboxen erhalten. Noch wird das Bild des Bahnhofs von den laufenden Umbauarbeiten zu einem behindertengerechten Bahnhof beherrscht. Doch lässt sich schon jetzt vermuten, dass sich die Beeinträchtigungen lohnen und am Ende Bahnhof, Bahnhofsumfeld und damit auch der erste Eindruck von der Stadt Bensheim um einiges attraktiver sein werden.

Quelle: Stadt Bensheim – Pressestelle

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