Energiewechsel

Bensheim: Melibokus wieder mit „stillem Örtchen“

Pressemeldung vom 1. Oktober 2012, 13:18 Uhr

Halbzeit beim Melibokusturmverein für Sanierungsarbeiten

War vor über 50 Jahren der Wiederaufbau des Melibokusturms der Anlass für die Gründung des heutigen Melibokusturmvereins, so steht in jüngster Zeit vor allem die Instandhaltung des Turms und der Anlage insgesamt im Zentrum der Vereinsaktivitäten.

Keine leichte Aufgabe für einen Verein, der nur über wenig Eigenmittel verfügt und bei baulichen Maßnahmen auf Unterstützung durch die öffentliche Hand und Spenden aus der Bevölkerung angewiesen ist. Nur auf diese Weise konnte die von Herbst 2009 bis August 2011 erfolgte Turnsanierung mit Kosten von 160 000 Euro gestemmt werden.

Doch der Handlungsbedarf auf der höchsten Erhebung an der Bergstraße war damit für den Verein noch nicht beendet. Nach dem Abschluss der Arbeiten, die mit dem zweiten Melibokusturmfest gefeiert wurde, stand schon die nächste Maßnahme im Programm, für die Geld gesammelt werden musste. Die alte, vor 34 Jahren aufgebaute Toilettenkabine war nicht mehr nutzbar und musste dringend ersetzt werden. Denn nach langem beschwerlichen Aufstieg und gegebenenfalls kleiner Stärkung in der Turmgastronomie sollte auch die Möglichkeit eines Toilettenbesuchs gegeben sein.

Inzwischen wurde diese Aufgabe abgearbeitet und den Melibokusturmbesuchern steht jetzt eine neu gemauerte Toilettenkabine zur Verfügung. Auch diesmal hat sich das Land Hessen mit einer Zuwendung in Höhe von 10 000 Euro aus dem Topf des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung beteiligt. Auch der Geschichtsverein Zwingenberg, für dessen Planwagenfahrten der Melibokus inzwischen ein gern besuchtes Ziel ist, hat sich mit 2000 Euro beteiligt, so dass vom Verein letztlich „nur“ noch 3000 Euro zu tragen waren. Die „Schlüsselgewalt“ über die Toilettenkabine hat der Wirt der Gaststätte, die samtags, sonntags und an Feiertagen ab 11 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet ist.

Auch wenn die Vereinskasse inzwischen wieder leer ist, weiß Geschäftsführer Karl Heinz Schuch, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist. „Je nach finanziellen Möglichkeiten müssen wir weiter sanieren und als nächstes die Treppenanlage mit dem Geländer in Angriff nehmen.

Den Abschluss der umfassenden Unterhaltungsmaßnahmen bildet dann die Modernisierung des Gastraumes. Ein gastronomisches Angebot auf dem Melibokus gibt es schon kurz nach der Eröffnung des Turmes im September 1966. Es bestand zunächst aus einem Verkaufskiosk auf der Plattform, bevor dann 1969 am heutigen Standort die dort vorhandene Schutzhütte in einen Gastraum umgewandelt wurde. Damals wurden dafür 20 000 Mark ausgegeben.

In Arbeit ist derzeit die Panoramatafel, die auf der Aussichtsplattform angebracht wird, um den Besuchern die Sichtbeziehungen vom höchsten Standort an der Bergstraße in den Westen, Norden und Süden zu erläutern. Die erklärende Darstellung dieses 200 Grad-Panoramablicks erfolgt mit Fotografien und Text und ist eine Spende des Rotary Clubs Bensheim. Mit der Fertigstellung wird noch in diesem Jahr gerechnet.

Quelle: Pressestelle Stadt Bensheim

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis