Energiewechsel

Bensheim: Radaranlage in Zell im Magistrat – Installation steht nichts mehr im Wege

Pressemeldung vom 25. September 2009, 09:46 Uhr

Bensheim. Um das im Rahmen von zwei Bürgerversammlungen erarbeitete und vorgestellte Verkehrskonzept für den Stadtteil Zell einem möglichst breiten Bevölkerungsanteil zur Kenntnis zu bringen, wird die Konzeption im Rahmen des bevorstehenden Dorfmarktes am 4. Oktober vorgestellt. Dazu werden auch Verkehrsdezernent und Stadtrat Matthias Schimpf sowie der Leiter der städtischen Verkehrsabteilung, Helmut Glanzer, anwesend sein und in der Zeit von 10 bis 12 Uhr für Fragen und Anregungen zur Verfügung stehen.
Ursprünglich sollte auch am Wahlsonntag die Möglichkeit bestehen, sich über das zur Diskussion stehende Verkehrskonzept zu informieren, doch war das nicht mit den rechtlichen Anforderungen an ein Wahllokal vereinbar.
Teil des Verkehrskonzeptes ist auch die beschlossene Geschwindigkeitsmessanlage in Höhe des Friedhofs Zell. Die Installation dieses „Blitzers“ sei nicht aufgehoben, oder gestoppt, sondern nur aufgeschoben, machte Stadtrat Matthias Schimpf in der jüngsten Magistratssitzung deutlich. Hintergrund für die Verzögerung war die Nachfrage aus den Fraktionen nach zusätzlichen Informationen.
Der Magistrat hatte dieses Thema in seiner aktuellen Arbeitssitzung auf der Tagesordnung, da es in der vorigen Woche eine Anfrage von Stadtrat Reinhard Grohrock bezüglich der Verkehrsüberwachungsanlage gegeben hatte. Eine Antwort konnte in der vergangenen Woche nicht gegeben werden, da der zuständige Stadtrat Schimpf noch erkrankt war und der sogenannte „Blitzer“ in Zell in dieser Zeit kein Verwaltungsthema war, wie Bürgermeister Thorsten Herrmann am Mittwoch erklärte.
Schimpf nutzte die Magistratssitzung, um den Werdegang nochmals zu verdeutlichen. Danach seien 2004 aufgrund des Wunsches des Ortsbeirates nach geschwindigkeitsreduzierenden Maßnahmen in Zell die zwei möglichen Alternativen untersucht worden. Als bauliche Variante wäre aufgrund des Straßencharakters nur eine Verschwenkung der Fahrbahn möglich gewesen, was aus Kostengründen aber nicht in Frage kam. Übrig blieb die zweite Alternative in Form einer Überwachungsanlage zur Kontrolle des in der Ortslage durchgängig vorhandenen Tempo-30-Limits. Frühestens Mitte oder Ende August wäre seitens der ausführenden Firma die Anlage installiert worden.
Der Bedarf für diese Geschwindigkeitsmessanlage sei im übrigen durch eine zehntägige Verkehrszählung Ende Januar bestätigt worden, verwies der Stadtrat auf die vorliegenden Ergebnisse. Danach hatten sich nur rund zehn Prozent der insgesamt 12882 gezählten Fahrzeuge an das Tempolimit gehalten. Die große Mehrheit der Verkehrsteilnehmer war im Bereich zwischen Tempo 30 und Tempo 50 unterwegs. Seitens der Verwaltung sieht Stadtrat Schimpf derzeit keinen Grund, der einer Installation der Anlage jetzt noch im Wege stünde.
Quelle: Stadt Bensheim – Pressestelle

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