Energiewechsel

Bensheim: Stadt Bensheim nutzt computergestütztes Wartungsmanagement für ihre Gebäude

Pressemeldung vom 21. Juni 2011, 14:26 Uhr

Wirtschaftliches Denkansätze bestimmen auch in der Stadtverwaltung Bensheim das Handeln in den verschiedensten Bereichen. Das wurde in der jüngsten Magistratssitzung bei der Vorstellung des computergestützten Wartungsmanagements für städtische Gebäude deutlich.

Die Stadt Bensheim hat insgesamt rund 100 bebaute Liegenschaften sowie weitere 17 angemietete Objekte in ihrer Verantwortung. Sowohl im Interesse einer wirtschaftlichen baulichen Unterhaltung, als auch aus sicherheitsrelevanten Gründen müssen diese Objekte kontinuierlich gewartet werden. Spätestens seit dem Einsturz eines Hallendaches in Bad Reichenhall vor fünf Jahren sind land auf landab die Betreiber von öffentlich genutzten Immobilien besonders sensibilisiert.

Das Gebäudemanagement der Stadtverwaltung hat hierzu die in der Vergangenheit weitgehend dezentral gesteuerte Überwachung und Durchführung von Wartungsarbeiten zentralisiert. Mit Hilfe der EDV ist jederzeit tagesscharf erkennbar, welche Wartungsarbeiten an welchen Gebäuden in welchem Zeitraum anstehen. Wie hilfreich diese übersichtliche Darstellung ist, wird schon anhand der Vielzahl der anfallenden Wartungsarbeiten deutlich. Wenn allein für die Weststadthalle im Jahr rund 20 Wartungsmaßnahmen erforderlich werden, lässt sich bei rund 100 Objekten der Gesamtaufwand leicht einschätzen.

Im Ergebnis bedeutet dies: Die verschiedenen Liegenschaften sind nicht mehr mehreren Mitarbeitern der jeweiligen Fachdisziplinen zugeordnet. Anders als früher wurde die Zuständigkeit für die Erfassung und Überwachung an einer Stelle gebündelt.

Da die Erfassung aller städtischen Liegenschaften mit ihren Stammdaten, Vertragsdaten und den zu wartenden Bereichen und Anlagen sehr aufwändig ist, wurden zunächst 30 der wichtigsten Objekte wie Versammlungsstätten, Kindergärten oder Dorfgemeinschaftshäuser erfasst. Allein für diese 30 Gebäude weist der Wartungsplan insgesamt 290 Maßnahmen im Jahr aus.

Die zentrale Auswertung der Wartungsergebnisse ermöglicht darüber hinaus eine vorausschauende Instandhaltungsplanung. Defizite und die Ergebnisse der Zustandserfassung technischer Anlagen fließen in die gebäudebezogenen Planungen für die nächsten Jahre ein und werden mit der laufenden Bauunterhaltung koordiniert.
Wie sich das auch finanziell positiv auswirken kann, zeigt die energetische Sanierung der Weststadthalle.

So erinnerte Erster Stadtrat Helmut Sachwitz in der Magistratssitzung daran, dass die Stadt im vergangenen Jahr aufgrund der bekannten, aber ursprünglich für die nächsten fünf Jahre vorgesehenen Sanierungsarbeiten die Gunst der Stunde nutzen und das Maßnahmenpaket über das Konjunkturprogramm vorziehen konnte.
Die Sanierung und Instandhaltung „en bloc“ hat der Stadt zunächst in der Abwicklung viel Geld gespart. Hinzu kommen die erheblichen Einsparungen bei Betriebskosten, die nun ebenfalls früher realisiert werden konnten.

Alles in allem ist das Baudezernat in seinen Bemühungen, Abläufe zu straffen und über die Bauunterhaltung der Gebäude stärker nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten auszurichten, ein gutes Stück näher gekommen. Weitere Schritte bei der Bewirtschaftung des Bestandes werden folgen.

Quelle: Pressestelle Stadt Bensheim

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