Energiewechsel

Bergstraße: Gefragtes Fachwissen zum erfolgreichen Breitbandausbau

Pressemeldung vom 27. September 2016, 10:04 Uhr

Nach wie vor ist das interkommunale Breitbandnetz IKbit, welches für das Land Hessen als Pilotprojekt gilt, vorbildhaft für andere Regionen in Deutschland. Aus diesem Grund stellten Dagmar Cohrs, Leiterin des Fachbereichs Kommunalbetreuung bei der Wirtschaftsregion Bergstraße / Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB), und Chris Jakob, Leiter des Eigenbetriebs IKbit, das Breitbandprojekt auf einer Tagung in Dresden als „Best practice“-Beispiel vor. Die Veranstaltung fand unter der Überschrift „Die Kommune in der Gigabit-Gesellschaft“ in diesen Tagen statt und richtete sich an kommunale Entscheider.

Zunächst präsentierte das sächsische Wirtschaftsministerium als Gastgeber den Teilnehmern den Sachstand in ihrem Bundesland sowie aktuelle Beratungs- und Fördermöglichkeiten. Es folgten Fachvorträge zur Durchführung von Breitband- und WLAN-Projekten. Cohrs und Jakob machten dabei den Anfang, erläuterten Hintergründe, Vorbereitungs- und Umsetzungsphase und den Status Quo des Breitbandprojektes IKbit. „Die Wirtschaftsförderung Bergstraße hat das Vorhaben 2010 initiiert und gemeinsam mit dem regionalen Breitbandberater dessen Umsetzung Schritt für Schritt begleitet“, führte Cohrs aus. Wie die Anwesenden erfuhren, haben die Kommunen Abtsteinach, Birkenau, Fürth, Gorxheimertal, Grasellenbach, Heppenheim, Lindenfels, Mörlenbach, Rimbach und Wald-Michelbach durch das Projekt

im Jahr 2014 schnelles Internet mit bis zu 50 Mbit/s mittels Glasfasernetzverlegung erhalten. Die Kommunen hatten den Breitbandausbau selbst in die Hand genommen, da kein privates Telekommunikations-Unternehmen die Versorgung der Region angehen wollte. Die Federführung übernahm die Gemeinde Fürth. Der durch das Land Hessen geförderte regionale Breitbandberater unterstützt die WFB und die Kommunen bei der Verbesserung der Breitbandversorgung im Kreis Bergstraße und war „fachlich sehr wichtig für die Realisierung von IKbit“, betonte Cohrs. Jakob berichtete über seine Erfahrungen im Projekt und skizzierte weitere Entwicklungsmöglichkeiten des kommunalen Breitbandnetzes. „Wir haben durch IKbit einen sehr guten Versorgungsstand in den beteiligten Kommunen erreicht. Für den wachsenden Bedarf an höheren Übertragungsraten wollen wir für die Zukunft jedoch auch gewappnet sein.“ So plant der Eigenbetrieb eine Prüfung, wie das Glasfasernetz langfristig noch näher an die Unternehmen und Haushalte gebracht werden kann, um noch schnellere Internetanschlüsse anbieten zu können. Die Teilnehmer nahmen die Ausführungen der Referenten aus der Wirtschaftsregion Bergstraße sehr interessiert auf, stellten Fragen, insbesondere zur interkommunalen Kooperation, zu Möglichkeiten der Umsetzung solcher Projekte durch die Kommunen und zur Finanzierung.

Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Anfragen an die Gemeinde Fürth sowie an die WFB, über die Erfahrungen bei der Umsetzung von IKbit zu berichten. So referierten Cohrs und Jakob beispielsweise bereits 2012 bei einem Workshop des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und bei einer Veranstaltung des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft sowie Anfang 2016 beim ersten Nordhessischen Breitbandtag der Breitband Nordhessen GmbH. In 2015 folgten Fürth und die WFB zudem einer Einladung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) nach Berlin, um vor Ort einen umfangreichen und detaillierten Erfahrungsbericht aus erster Hand abzuliefern.

Info: Weiteres Wissenswertes über das interkommunale Breitbandnetz IKbit gibt es im Internet unter www.ikbit.de. Informationen über die Wirtschaftsregion Bergstraße und die Tätigkeiten der WFB finden Sie im Internet unter www.wirtschaftsregion-bergstrasse.de.

Quelle: Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH

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