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Borken: Im Märchengarten der Obermühle

Pressemeldung vom 1. Oktober 2012, 14:47 Uhr

„Tischlein deck dich“ faszinierte mehr als 40 Kinder

Borken-Kerstenhausen. Passender hätte der Ort gar nicht sein können, den Büchereileiterin Barbara Jüngling für ihre Märchenaktion „Vorlesen an besonderen Orten“ ausgewählt hatte. Die Obermühle der Familie Staffel/Lux im Borkener Stadtteil Kerstenhausen verwandelte sich am vergangenen Samstag in eine kleine Märchenbühne. „Tischlein deck dich“ aus den Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm stand auf dem Programm. Und dies vor genau der richtigen Kulisse und einem passenden Ambiente.
Christa Lux und Barbara Jüngling als Dorothea Viehmann hießen die stattliche Teilnehmerschar auf dem Mühlenhof auf das herzlichste Willkommen und luden sie sogleich in den Märchengarten ein.

Akkordeon und Geige
Mit dem Lied „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“, empfingen Beate Helmer per Akkordeon und Lotta Klose auf der Geige die kleinen und großen Märchenfreunde. Mitten im Märchengarten stand ein hölzerner Esel neben einem kleinen, weißen Tisch auf dem ein geheimnisvoller Sack lag. Unter Büschen und Bäumen, bequem auf Stühlen und Bänken, lauschte die Schar der Geschichte vom „Tischlein deck dich“. Dann erzählte Barbara Jüngling in der Rolle der Dorothea Viehmann von dem Schneider, der seinen drei Söhnen weniger Glauben schenkte, als seiner Ziege, die doch ständig log. Man hörte von einem listigen Wirt, von einem Tischlein, einem Goldesel und einem gedrechselten Knüppel, von der Heimkehr der verstoßenen Söhne und einem glücklichem Ende.
Mucksmäuschenstill war es im Märchengarten. Ganz konzentriert nahmen die Kinder jedes gesprochene Wort auf und waren dabei tief in das Märchen abgetaucht. Geduldig hörten sie zu.

Mühlenbesichtigung und Haferquetsche
Am Ende des Märchens wurde gemeinsam das Lied von der klappernden Mühle gesungen, ehe in kleinen Gruppen verschiedene Mitmachangebote genutzt wurden. Während Hausherr und Müller Adolf Lux durch die Mehl mahlende Mühle führte, versuchten andere Goldtaler am Goldesel zu sammeln. Gleich nebenan stand die Haferquetsche, an der die Kinder ihre Beutelchen mit selbst hergestellten Haferflocken füllten. Genug Zeit blieb für alle, um auch ein Bild zu malen, während Eltern oder Großeltern am Märchenrätsel teilnahmen. Und so manches Erinnerungsfoto wurde am Goldesel mit Dorothea Viehmann geschossen.
Ein dickes Lob gebührt nicht nur dem Team um Büchereileiterin Barbara Jüngling, sondern vor allem Christa und Adolf Lux für ihr Engagement. Denn für die Kinder war es nicht nur ein Märchenvormittag, sondern auch ein Ausflug auf den Bauernhof, bei dem sie allerlei neues entdeckten und kennen lernten.

Quelle: Stadtverwaltung Borken (Hessen)

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