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Borken: Zum Wecke- un Worschtmarkt

Pressemeldung vom 1. Oktober 2012, 14:44 Uhr

Borkener Konfirmanden backen Brot für die Welt

Borken. Konfirmandengruppen aus den evangelischen Kirchen in Hessen sind in diesem Jahr eingeladen, sich an einer besonderen Aktion zu beteiligen. In einer Bäckerei lernen sie kennen, wie unser tägliches Brot entsteht und backen selbst Brote zugunsten eines Jugendbildungsprojektes in Bogota (Kolumbien).
Die Jugendlichen wollen rund 5000 Brote backen und mit dem Erlös sollen Schulabschlüsse und Berufsausbildungen für Gleichaltrige im Rahmen eines Projektes der evangelischen Hilfsaktion „Brot für die Welt“ unterstützt werden.
Die offizielle Eröffnung der Aktion findet für die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck im Erntedankgottesdienst in der Marktkirche in Eschwege statt. Im Schwalm-Eder-Kreis haben sich bisher 14 Gemeinden angemeldet und stellen die Aktion zum Erntedankfest vor. In Borken wird die Aktion beispielsweise im Gottesdienst und auf dem „Nordhessischen Wecke- un Worschtmarkt“ vorgestellt.

Die Borkener Konfirmanden werden bereits am Samstag in der örtlichen Bäckerei von Dieter Becker unter Anleitung 200 Brote backen, die sie am Sonntag zum Verkauf für einen guten Zweck anbieten.
Insgesamt beteiligen sich über 150 Konfirmandengruppen aus ganz Hessen an der Aktion. „Mit dieser Aktion wird Konfirmandenarbeit sinnlich, erlebnisreich und gemeinschaftsbildend und die Jugendlichen lernen die theologische, soziale und weltweite Bedeutung von Brot kennen“, sagen die Leiter des Projektes Dieter Lomb und Siegfried Schwarzer, die Handwerksreferenten der Evangelischen Kirchen in Kurhessen-Waldeck und Hessen-Nassau. Unterstützt und mitgetragen wird die Aktion vom Landesverband der Bäckerinnungen in Hessen.
Wichtig ist die Unterstützung durch die Bäckereien vor Ort, sagte Olaf Nolte (Schwarzenborn), Obermeister der Bäcker-Innung Schwalm-Eder. Das heimische Bäckerhandwerk unterstützt die Gemeinschaftsinitiative ausdrücklich, da neben den sozialen Aspekten bei den Jugendlichen das Bewusstsein für das tägliche Brot geweckt werde. Ein Bewusstsein, dass in der heutigen schnelllebigen Zeit, bei denen Begriffe wie Globalisierung, Fastfood, Discountware, Discountpreis, „Geiz ist geil“ vor allem bei Jugendlichen geprägt und verinnerlicht werden, ohne sich bewusst zu sein, dass Lebensmittel und damit auch Brot nicht irgendwelche Industrieprodukte darstellen, sondern gerade Brot von existenzieller Bedeutung ist und dieser Sachverhalt nicht überall auf der Welt selbstverständlich ist.

Quelle: Stadtverwaltung Borken (Hessen)

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