Energiewechsel

Büdingen: Sanierung Vorstadt-Pflaster verursacht unnötige Kosten

Pressemeldung vom 21. Juni 2011, 12:42 Uhr

Die Sanierung des Pflasters in der Vorstadt soll ca. 85 000 € kosten. „Die Bürger werden nicht zur Kasse gebeten“ sagt allerdings nur die halbe Wahrheit. „Da es sich um Mängel bei der ursprünglichen Bauausführung handelt, die der seinerzeitigen Baufirma und dem für die Bauüberwachung zuständigen Ingenieurbüro angelastet werden müssten, kann eine Veranlagung der Grundstückseigentümer nicht erfolgen. Auch eine Inanspruchnahme der beiden Vertragspartner scheidet wegen Insolvenz aus. Insofern sind die entstehenden Sanierungskosten alleine durch die Stadt Büdingen zu erbringen“, schildert der Bürgermeister die Hintergründe der Finanzierung (der KA berichtete).

In der Stadtverordnetenversammlung am 13.10.2006 teilte Bürgermeister Spamer mit, dass es im Bereich der Pflasterung der Straße „Vorstadt“ immer wieder Baumängel gäbe. Der damalige Bauunternehmer sei inzwischen insolvent, so dass Schadensersatzansprüche der Stadt allenfalls noch gegen den bauleitenden Ingenieur durchgesetzt werden könnten. Dazu sei es erforderlich, eine fehlerhafte Bauüberwachung nachzuweisen, beispielsweise, indem ein falscher Aufbau der Straße nicht festgestellt wurde. Dies werde derzeit überprüft. Soweit die Ausführungen im Protokoll der genannten Sitzung.

Das Ergebnis der Überprüfung ist leider unbekannt geblieben, Schadensersatzansprüche seitens der Stadt wurden nie gestellt. Welch ein Glück, dass das Land Hessen jetzt als generöser Sponsor auftritt. Finanziert wird die Sanierung aber von allen Steuerzahlern. Wäre damals rechtzeitig gehandelt worden, könnten die jetzt notwendigen Gelder für die Straße Vorstadt an anderer Stelle in Büdingen investiert werden.

Man darf gespannt sein, wie Büdingen diesmal das Problem der Umleitungsbeschilderung angeht. Hoffentlich hat man aus der völlig missglückten Beschilderung bei den Arbeiten in der Bahnhofs- und Vogelsbergstraße etwas gelernt. Wie im Pferdsbacher Weg die Vorfahrtsschilder beinahe täglich verändert wurden, sollte nicht wieder vorkommen.

Quelle: Büdingener Geschichtsverein

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