Energiewechsel

Darmstadt-Dieburg: „Inklusion geht alle an“

Pressemeldung vom 8. April 2015, 15:23 Uhr

Sozialdezernentin Rosemarie Lück legt Teilhabe-Bericht für Darmstadt-Dieburg vor

Darmstadt-Dieburg – „Inklusion geht alle an“- so das Fazit der Ersten Kreisbeigeordneten Darmstadt-Dieburgs, Rosemarie Lück. Die Sozialdezernentin hat jetzt einen Auftrag des Kreisparlaments umgesetzt und den Kreisgremien einen umfassenden Inklusionsbericht vorgelegt. Die fünfzig Seiten umfassende Dokumentation bietet nach Angaben Lücks eine „ausführliche Darstellung von Projekten und Initiativen des Kreises, die umgesetzt werden, um die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen auf allen gesellschaftlichen Ebenen möglich zu machen.“&edsp;

Die Sozialdezernentin weiter: „Inklusion ist nicht nur eine gute Idee, sondern ein Menschenrecht. Inklusion bedeutet, dass kein Mensch ausgeschlossen, ausgegrenzt oder an den Rand gedrängt werden darf.“

Dass das Thema Inklusion in der gesellschaftlichen Diskussion oft nur im Zusammenhang mit Menschen mit Behinderung wahrgenommen werde, bedauert Lück.

„Inklusion ist in größerem Zusammenhang zu sehen, dafür braucht es allerdings eine intensive Bewusstseinsbildung“, ist Lück überzeugt. Die Vize-Landrätin verweist hier auf eine Vielzahl von Maßnahmen in dem von ihr vorgelegten Bericht. So biete der Kreis Darmstadt-Dieburg im Bereich der Erziehung und der Bildung als Jugendhilfe-, Schul- und Sozialhilfeträger sowie als Träger der Volkshochschule eine ganze Reihe von Projekten, ebenso in den Feldern Arbeit und Beschäftigung, barrierefreies Wohnen, Mobilität, Barrierefreiheit sowie im Sport und in Freizeitangeboten. Ein wichtiger Aspekt ist auch der barrierefreie Zugang zu Information und Kommunikation, hier setze die Kreisverwaltung mit der barrierefreien Gestaltung von Internetangeboten schon lange wichtige Akzente.&edsp;

Inklusion zu erreichen sei allerdings von finanziellen Voraussetzungen abhängig und gerade für Städte und Gemeinden eine Kraftanstrengung, macht Lück deutlich: „So haben wir für Teilhabe-Assistenzen nach rund fünf Millionen Euro im Jahr 2013 im Jahr 2014 rund eine Million Euro mehr aufgebracht“, rechnet die Dezernentin vor, „Das sind alles Kosten, die wir als Kreis zusätzlich aufbringen müssen und zur Unterstützung gerade der Kinder mit Förderbedarf auch gerne leisten.“

Rosemarie Lücks dringender Appell an die Politik in Bund und Land: „Wer Inklusion ernsthaft will, muss mehr finanzielle Mittel bereitstellen!“ Und: „Unser Inklusionsbericht weist eine Vielzahl von Initiativen auf. Allerdings wäre es falsch, den Eindruck zu erwecken, wir könnten hier als Kreis viel bewegen – es fehlen den Städten und Gemeinden und uns als Landkreis auch hier schlicht die finanziellen Mittel.“

Quelle: Kreisverwaltung Darmstadt-Dieburg / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis