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Darmstadt-Dieburg: Vize-Landrätin Lück kritisiert Grüttner-Äußerungen

Pressemeldung vom 8. April 2015, 16:22 Uhr

Dezernentin – „Zuschüsse des Landes Hessen reichen nicht aus!“

Darmstadt-Dieburg – Darmstadt-Dieburgs Sozialdezernentin, Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück, hat am Mittwoch (8.) die Äußerungen des Hessischen Sozialministers Stefan Grüttner zurückgewiesen, wonach die Finanzausstattung der Kommunen zur Flüchtlingsunterbringung durch das Land Hessen ausreichend sei – „ansonsten fehle das Kostenbewusstsein vor Ort“, wie sich Grüttner hatte zitieren lassen.

„Diese Äußerung ist eine Verhöhnung der Landkreise und der Kommunen, die sich in gemeinsamen Kraftanstrengungen um eine würdige Unterbringung für Flüchtlinge kümmern“, so die Darmstadt-Dieburger Dezernentin. „Und vor allem ist die Unterstellung Grüttners, dass ‚ansonsten das Kostenbewusstsein vor Ort‘ fehle, ein herber Schlag für die Kreise und Kommunen und der vielen ehrenamtlichen Helfer in den kommunalen Asylkreisen, die sich auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg in jüngster Zeit gegründet haben.“&edsp;

Die Vize-Landrätin weiter: „Was die Hessische Landesregierung da vom Stapel lässt, ist vor diesem Hintergrund nicht hinnehmbar. Wer Integration wirklich will, muss den Kommunen auch die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen – dafür hat der Sozialminister keine ausreichenden Kenntnisse aus der Praxis vor Ort“, vermutet die Sozialdezernentin: „Herr Grüttner ist herzlich eingeladen, sich die Situation in den Städten und Gemeinden in der Praxis anzusehen und an eine der Informationsveranstaltungen vor Ort teilzunehmen.“ Alleine im Februar und März hatte die Sozialdezernentin bei elf Veranstaltungen in Städten und Gemeinden des Landkreises Darmstadt-Dieburg zum Thema informiert. Rosemarie Lück: „Vielleicht hilft das, um zu den notwendigen Einsichten zu gelangen?“, hofft die Erste Kreisbeigeordnete.

Allein im Jahr 2014 habe der Landkreis Darmstadt-Dieburg rund 3,3 Millionen Euro bei der Unterbringung von Asylbewerbern drauf gelegt. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg mit seinen 23 Städten und Gemeinden lebten zum 31. März des laufenden Jahres 1538 Flüchtlinge, weitere Zuweisungen an den Landkreis Darmstadt-Dieburg erfolgen wöchentlich.

Quelle: Kreisverwaltung Darmstadt-Dieburg / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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