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Eltville am Rhein: Ausstellung „Krieg und Freiheit“ in der Kurfürstlichen Burg

Pressemeldung vom 23. Februar 2015, 12:37 Uhr

Eltville am Rhein. Die Stadt Eltville am Rhein zeigt in Kooperation mit der Kulturregion Frankfurt Rhein Main und dem Freundschaftsverein Eltville – Montrichard vom 12. März bis 12. April eine sehr interessante Wanderausstellung im Burgkeller der Kurfürstlichen Burg: „Krieg und Freiheit – Franzosenzeit und Befreiungskriege in der Rhein-Main-Region 1792 bis 1815“ zeigt in 16 Stationen Napoleons Wüten und Wirken in der Rhein-Main-Region.

So ist der Name der Eltviller Familie und Weingutbesitzer Langwerth von Simmern mit dem Krieg gegen Napoleon verbunden. Ernst Eberhard Kuno Langwerth von Simmern kämpfte in der „Königlich Deutschen Legion in England“, bis er 1809 in Spanien tödlich verwundet wurde. Noch heute erinnert ein Grab in der St. Paul Kathedrale in London an den Brigadegeneral aus dem Rheingau.

Kriege stellen immer eine Verletzung von Freiheitsrechten gegenüber Menschen und Staaten dar. Gleichzeitig wird Krieg auch als ein Mittel eingesetzt, um Freiheit zu erkämpfen. In der Geschichte von Krieg und Freiheit in der Rhein-Main-Region wird diese Ambivalenz deutlich. Städte, Kreise, Museen, Archive und Vereine greifen mit zahlreichen Veranstaltungen gleich zwei Jahrestage auf, welche die Verhältnisse von Krieg, Unfreiheit und Befreiung in Erinnerung rufen: Vor 200 Jahren beendeten die sogenannten Befreiungskriege die Herrschaft Napoleons in der Region. Ein Jahrhundert später folgte auf das Gedenken daran der Ausbruch des Ersten Weltkrieges.

Die Wanderausstellung der Kulturregion „Krieg und Freiheit. Franzosenzeit und Befreiungskriege in der Rhein-Main-Region“ nimmt die Jahre von 1792 bis 1815 in den Blick – eine Zeit, in der fast permanent Krieg herrschte. Die Durchzüge von Truppen aller Kriegsparteien erschütterten die Region auch abseits der eigentlichen „Schauplätze“. Gleichzeitig erlebten die Menschen gewaltige Umbrüche. Veränderungen betrafen jeden Lebensbereich: Freiheitliche Ideen drangen über den Rhein, Herrschaftsgebiete veränderten sich, quasi über Nacht waren Untertanen anderen Fürsten unterstellt. Aber um welche Freiheit ging es eigentlich? Kann man zu Recht von Befreiungskriegen sprechen? 1815 war Napoleon geschlagen, aber wie stand es um die Freiheit? Die Ausstellung zeigt dazu viele lokale Beispiele, so auch bei der Vernissage am 12. März um 18 Uhr, wenn die Gästeführerin und Heimatarchivarin Helga Simon Ausschnitte aus ihrem Vortrag über die Rolle des Eltviller Gutsbesitzers Ernst Langwerth von Simmern während der Befreiungskriege hält. Dieser befehligte eine Brigade der sogenannten King’s German Legion England. Sein Sohn Adolf kämpfte in Waterloo, sein Grab befindet sich auf dem Eltviller Friedhof.

Die Ausstellung „Krieg und Freiheit“ ist vom 12. März bis zum 12. April bei freiem Eintritt zu den Öffnungszeiten der Tourist-Information Eltville im Burgkeller der Kurfürstlichen Burg zu sehen. Die öffentliche Vernissage findet am Donnerstag, 12. März, um 18 Uhr statt. Informationen: Telefon 06123 – 90980, touristik@eltville.de<mailto:touristik@eltville.de>.

Quelle: Eltville am Rhein / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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