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Eltville am Rhein: Sekt- und Biedermeierfest 2011 – mit Haube, Frack und Sonnenschirm

Pressemeldung vom 7. Juni 2011, 09:46 Uhr

Eltville am Rhein. Die Wein-, Sekt- und Rosenstadt lädt von Freitag, 1. Juli, bis Montag, 4. Juli, zum 76. Sekt- und Biedermeierfest ein.

Das Fest bietet alles, was ein Sommerfest braucht: Schattenplätze unter Platanen, einen herrlichen Blick auf den Rhein, hervorragenden Winzer-Sekt und prächtige Rosenbeete in voller Blüte. Doch es gibt noch einen ganz besonderen Anziehungspunkt: Die Mode der Biedermeierzeit. Einen Ausflug in das 19. Jahrhundert, ohne dafür ein Museum besuchen zu müssen, kann man in der ältesten Stadt des Rheingaus jedes Jahr um diese Zeit beim traditionellen Sekt- und Biedermeierfest machen. Dann mischen sich Frauen unter das Festvolk, die sich eine Wespentaille geschnürt haben. Ihre Kleider sind bodenlang und vornehmlich kariert, gestreift oder geblümt. Dazu tragen sie die berühmte Schute, eine Haube, die unter dem Kinn geschürt wird und einen Schirm, der die vornehmen Damen vor der Sonne schützt. Die Männer stehen der Eleganz der Frauen in nichts nach. In Frack und Zylinder, um den Hals ein aufwändig gebundenes Tuch und eine Taschenuhr in der Hand, flanieren sie nach Art der Dandys durch die Straßen.
Bereits im Jahr 1935 gab es ein Biedermeierfest in Eltville. In einer Zeit zunehmender politischer Unruhe besannen sich die Stadtväter auf die bürgerlichen Tugenden, wie sie während des Biedermeiers im 19. Jahrhundert gepflegt wurden. Damals kultivierte das Bürgertum sein Privat- und Familienleben besonders intensiv. Tugenden wie Fleiß, Ehrlichkeit, Bescheidenheit und Treue wurden hoch geachtet. An diese Tradition knüpfte der Eltviller Biedermeierverein in den 1990iger Jahren wieder an. Ein passender Ort für ein solches Vorhaben, denn wer nach einer Idylle sucht, ist in Eltville mit seinen romantischen Gässchen und Fachwerkhäusern gerade richtig.

Wer während des Festes den besten Blick auf die vornehmen Damen und Herren haben will, sollte am Nachmittag des Festsonntags kommen. Dann präsentieren sich alle Mitglieder des Biedermeiervereins während eines kleinen Umzuges in ihren Kostümen. Doch Eltville (lat. „alta villa“, die hochgelegene Stadt) ist nicht nur wegen seiner Biedermeier-Tradition berühmt. Eltville trägt auch die Beinamen Sekt- und Rosenstadt. Hier wird seit 150 Jahren Sektgeschichte geschrieben. Namen wie Matheus-Müller, Mumm und Schloss Vaux haben Eltville in der ganzen Welt bekannt gemacht. Mit einem Glas Sekt im Schatten der Platanenallee am Rheinufer zu stehen und den Schiffen nachzuschauen, verleiht dem Fest den besonderen Charakter. Aber natürlich auch die Rosen, die im Hochsommer in voller Blüte stehen. 22.000 Rosenstöcke blühen in den Grünanlagen und im Burggraben, denn dort, wo weltberühmte Weine reifen, ist das Klima genau richtig für die Königin der Blumen. Unter den 350 Sorten finden sich viele Raritäten. Mit gutem Recht darf sich Eltville deshalb zu einer von den sechs deutschen Rosenstädten zählen. Für alles, was die Stadt zu bieten hat, reicht ein Festtag natürlich nicht aus, daher dauert das Sekt- und Biedermeierfest auch von Freitag bis Montag. Gefeiert wird am Rheinufer und im Gutspark des Weingutes Langwerth von Simmern. Auch im Zwinger der Kurfürstlichen Burg ist ein Weindorf errichtet, in dem Eltviller Winzer ihre Tropfen ausschenken und Leckereien angeboten werden. Auf vier Bühnen gibt es Musik für jeden Geschmack. Das Fest Endet montags mit einem Feuerwerk über dem Rhein, welches erstmalig von einem Ponton auf dem Rhein abgeschossen wird.

Quelle: Eltville am Rhein / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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