Energiewechsel

Eltville: Burg als Denkmalensemble von nationalem Wert eingestuft

Pressemeldung vom 11. Juni 2015, 11:34 Uhr

Eltville am Rhein. „Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen hat unsere Kurfürstliche Burg als Denkmalensemble von nationalem Wert eingestuft“, berichtet Bürgermeister Patrick Kunkel stolz. Dies sei aufgrund ihrer geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung geschehen. Schließlich sei die Eltviller Burg zwischen 1345 und etwa 1480 Hauptresidenz der Mainzer Erzbischöfe gewesen.

Die Stadt Eltville am Rhein hat einen Förderantrag zur Sanierung und Aufwertung der Kurfürstlichen Burg und des Rheinufers über das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ gestellt. Nun hat das Landesamt für Denkmalpflege Hessen dazu fachlich Stellung genommen. In der Stellungnahme von Dr. Verena Jakobi heißt es, dass die Kurfürstliche Burg mit Zwinger, Gräben und Mauern im Südosten der Altstadt besonders prägend für das Stadtbild Eltvilles sei. Die Burg sei aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen ein bedeutendes, eingetragenes Kulturdenkmal.

Der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg errichtete die Burg als Teil der Eltviller Stadtbefestigung ab etwa 1330 als Rückzugsort im Streit mit seinem Gegenspieler Heinrich von Virneburg. In der Zeit von 1345 bis etwa 1480 war die Burg Hauptresidenz der Mainzer Erzbischöfe und damit eines bedeutenden Mannes im Reich. Denn der Erzbischof von Mainz war der Reichskanzler. Überdies ernannte Kurfürst Adolf II. von Nassau am 17. Januar 1465 in der Eltviller Burg Johannes Gutenberg zum Hofmann und nahm ihn damit in sein Gefolge auf.

In der Stellungnahme von Dr. Jakobi heißt es: „Sowohl aufgrund der eindrucksvollen Architektur als auch des guten Erhaltungszustandes stellt die Burg ein herausragendes Dokument mittelalterlicher Profanarchitektur im Bereich des ehemaligen Kurfürstentums Mainz dar.“ Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen betont zudem die Bedeutung auch der anderen Bauwerke für Eltville: „Der Kirchturm der Katholischen Kirche, der Burgturm und die Türme der ehemaligen Stadtbefestigung bilden die Dominanten des vom Rhein aus gesehenen Stadtbildes. Sie ergeben die unverwechselbare Stadtsilhouette und besterhaltene Rheingauer Stadtansicht.“ Insgesamt erkennt die Oberkonservatorin dem Denkmalensemble aufgrund seiner geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung „einen nationalen Wert“ zu. Dr. Jakobi begrüßt die Planungen für die Umgestaltung des Rheinufers und die Sanierung der Burg als Aufwertung der historischen Uferanlage ausdrücklich. Die Planungen seien der Bedeutung des Ortes und seiner dort verorteten Baudenkmäler angemessen.

Da die Schäden an der Kurfürstlichen Burg mittlerweile „massiv“ seien, werden die geplanten Sanierungsmaßnahmen an der historischen Bausubstanz der Burg vom Landesamt für Denkmalpflege als aus konservatorischer Sicht notwendig erachtet. Deshalb empfiehlt das Landesamt für Denkmalpflege die geplante Sanierung der Burg dringend. Diese sei für den Erhalt der Anlage wichtig.

Bürgermeister Patrick Kunkel freut sich über diese Einschätzung der Bedeutung der Burganlage in Eltville. „Hieraus wird deutlich, wie wichtig eine Förderung für uns ist, denn nur mit einer solchen finanziellen Förderung sind die umfassenden Arbeiten an der Burg überhaupt erst möglich.“

Quelle: Stadt Eltville / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis