Energiewechsel

Erbach: Chance für Unternehmen, Verwaltung und Heranwachsende – Stetiger Wechsel fördert Reifeprozess

Pressemeldung vom 17. August 2009, 15:51 Uhr

Erbach.
„Wenn man eine Verbundausbildung macht, ist es abwechslungsreicher als bei einer herkömmlichen Ausbildung. Man lernt viele Leute kennen und ist in verschiedenen Unternehmen tätig“, erklärte der Auszubildende Alexander Waßner bei einem Zusammentreffen der Verbund-Partner, die ihn in die Berufswelt begleiten, in der Firma Grieser – Fachzentrum für Holz und Wohnen in Brombachtal. Bis zu seinem Ausbildungsbeginn im August 2007 war Alexander Waßner auf der Suche nach einer freien Lehrstelle, um als Kaufmann für Bürokommunikation tätig werden zu können. Erst über eine Ausschreibung der Agentur für Arbeit ist er auf die Ausbildung im Verbund aufmerksam geworden. Heute lernt er an mehreren Ausbildungsstätten – im Verbund dreier Partner.
Organisiert wird die Verbundausbildung von Projektleiterin Maria Zeitler beim Odenwaldkreis, der auch als „Leitbetrieb“ für die Ausbildung verantwortlich zeichnet. Hinzu gesellen sich mindestens zwei weitere Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen, die für eine klar geregelte Zeit und entsprechende finanzielle Beteiligung den Auszubildenden in ihren Betrieb aufnehmen, um ihr berufliches Know-how zu vermitteln. Bei Alexander Waßner sind die Stadtverwaltung Michelstadt und die Firma Grieser am Verbund beteiligt.
Sowohl Steffi Lang für die Stadt Michelstadt als auch „Lehrmeister“ Markus Lukschanderl von der Firma Grieser sind sehr angetan von dem Projekt und loben das Engagement des Odenwaldkreises, ohne das die Lehrstelle kaum entstanden wäre. „Wir wollten unseren Beitrag zur Bekämpfung des Lehrstellenmangels leisten. Für uns war von Anfang an klar: An dem Projekt des Kreises werden wir uns beteiligen“, so Steffi Lang. Lukschanderl merkt dazu an: „Wir bilden bereits eigenständig aus, hätten aber keinen weiteren Azubi einstellen können, wäre nicht das Verbund-Angebot vorhanden“.
So entstand mit der Lehrstelle gleichzeitig ein Zusammenspiel der ungewöhnlichen Art. Privatwirtschaft und Öffentliche Hand arbeiten eng zusammen und profitieren von den Erfahrungen und Sichtweisen, die Alexander Waßner mit in den Betrieb oder die Verwaltung bringt. „Es ist für uns beide interessant zu beobachten wie ein junger Mensch in den drei Jahren der Ausbildung heranreift. Jeweils beim neuen Wechsel sind neue Fähigkeiten zu erkennen“ erläutert Steffi Lang und Markus Lukschanderl ergänzt: „Anpassungsfähigkeit und Flexibilität werden durch den Einsatz in verschiedenen Lehrstätten erhöht. Außerdem sorgt der Odenwaldkreis für zusätzliche Fortbildungen zum Beispiel in der EDV oder auch in Sprach- und Sozialkompetenzkursen“.
Waßner fühlt sich wohl in der Rolle als „Pendler“ zwischen den drei Einrichtungen: „Man lernt den Unterschied zwischen Öffentlichem Dienst und privaten Unternehmen kennen. Außerdem treffe ich auf neue Kollegen, was die Sache zusätzlich spannend macht.“ Dabei weiß er, dass an keinem der Ausbildungsplätze eine Übernahmegarantie besteht und er sich an allen bewähren muss.
Die Verbundausbildung wird durch Fördermittel vom Land Hessen und aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt.
Wer sich über das Thema informieren möchte, kann Kontakt mit Projektleiterin Maria Zeitler, Telefon 06062 70462 oder per E-Mail unter m.zeitler@odenwaldkreis.de aufnehmen. Bei ihr ist auch ein Informationsflyer zur Verbund-Ausbildung erhältlich. Eine Gesamtübersicht aller mitwirkender Betriebe steht im Internet unter www.verbundausbildung.odenwaldkreis.de zur Verfügung.

Quelle: Stadt Erbach – Pressestelle

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