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Erbach: Der Heimatforscher hat den größten Teil seiner Dokumente zur dauernden Aufbewahrung weitergegeben

Pressemeldung vom 25. August 2009, 16:29 Uhr

Erbach. Der Heimatforscher, Autor vieler regionalgeschichtlicher Veröffentlichungen, Denkmalschützer und Verleger Georg Dascher (Reichelsheim/Ober-Kainsbach) hat den größten Teil seiner heimatkundlichen Unterlagen und Werke dieser Tage zur dauernden Aufbewahrung an das Kreisarchiv weitergegeben. Archivleiterin Anja Hering, Landrat Horst Schnur und Erster Kreisbeigeordneter Detlev Blitz nahmen Daschers sorgsam thematisch geordnete und aufgelistete Sammlungen gemeinsam entgegen. Die Arbeiten des heute 81 Jahre alten Heimatforschers und sein einschlägiges Arbeitsmaterial – zum Beispiel Kopien von Archivalien und Urkundenabschriften, aber auch Bilder – thematisch geordnet und aufgelistet, sollen infolge der Übergabe an das Keisarchiv auch für die regionale Geschichtsforschung nutzbar bleiben.
Dascher brachte im Gespräch mit Schnur, Blitz und der Archivarin zum Ausdruck, er wolle damit auch zum Erhalt historischer Kultur beitragen. Er hoffe zudem, sagte der Odenwälder Historie-Experte, dass seine Unterlagen im Archiv des Odenwaldkreises vor allem auch eine „bombensichere“ Bleibe finden.
Die Schwerpunkte der Sammlungen liegen zu einem großen Teil auf der Geschichte der heutigen Großgemeinden Brensbach, Brombachtal, Fränkisch-Crumbach und Reichelsheim. Zu finden sind darin aber auch die Geschichte des gräflichen Hauses Erbach und der Herrschaft Breuberg, Geschichten von Kleinadligen, Handwerkern, Bauern, über Bildstöcke und Grenzsteine, darüber hinaus Sagen und weitere Erzählungen aus dem Odenwald. Fotokopierte Akten der ehemaligen Herrschaft Breuberg aus dem Bestand des Staatsarchivs Wertheim harren noch der weiteren Bearbeitung. Eine 1200 Stücke umfassende Bildersammlung vervollständigt die Dascher-Zueignung für das Kreisarchiv.
Der Landrat dankte dem bis heute unermüdlich im Dienste der Heimatforschung Aktiven und erinnerte an einige Stationen aus Daschers Leben. Das ehrenamtliche Wirken des gebürtigen Ober-Kainsbachers wurde im Jahr 2005 mit der Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt.

Quelle: Stadt Erbach – Pressestelle

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