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Erbach: Ein Kinderstadtplan nun auch in Beerfelden – Junge Kartografen legen nach und zeigen auf, was in der Stadt am Berge verbessert werden kann

Pressemeldung vom 18. August 2009, 12:33 Uhr

Erbach. Dass der amerikanische Präsident mit seinem Wahlspruch „Yes, we can“ nicht nur die Amerikaner im Sturm eroberte, sondern auch die ganze Welt in seinen Bann gezogen hat, ist vielen bekannt. Dass dieser einprägsame Satz eigentlich aus einer Fernsehsendung für Kinder stammte, wissen die Wenigsten. Daher aber überrascht es nicht, dass sich die jungen Kartografen bei der Präsentation des Ferienprojektes „Kinderstadtplan Beerfelden“ am 14. August dieses Mottos bedienten.
In der Zeit vom 10. bis zum 13. August waren sieben Schülerinnen und Schüler von acht bis zwölf Jahren in Beerfelden unterwegs, machten Fotos, führten Interviews und trugen anschließend die gesammelten Informationen in das Internetportal google maps ein. Marie Kumpf, Soria Labadie, Franziska Körber, Lorena Ludebühl, Lena Ihrig, Anna-Charlotte Schmitt sowie Max Kumpf fungierten dabei als Experten. „Der Kinderstadtplan ist aus zwei Gründen besonders sinnvoll: Zum einen sehen die Erwachsenen und Politiker, was aus Sicht der Schülerinnen und Schüler verbessert werden müsste und zum anderen können sich Kinder, die neu in die Stadt kommen, über die schönsten Orte informieren.“ So erklärt Kirsten Zeiser den Zweck des Projekts, an dem die jungen Kartografen mit großem Engagement arbeiteten.
Nachdem bereits vor wenigen Wochen ein vergleichbarer Plan von Michelstadt präsentiert wurde, zogen nun die jungen Fachleute aus der Stadt am Berge nach und zeigten ihre Heimat aus ihrer Perspektive. Dass bei der Erstellung „weder Vollständigkeit noch Objektivität“ im Vordergrund standen, erklärten die Betreuerinnen Katrin Fetsch von der Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises und Kirsten Zeiser von der Jugendpflege Beerfelden bereits im Vorfeld der Veranstaltung. Die in einer freien Präsentation durch die Kinder vorgestellten Ergebnisse waren trotzdem sehr überzeugend. „Ihr habt viele vernünftige Ideen entwickelt“, sagte Beerfeldens Bürgermeister Gottfried Görig die Arbeit zu den jungen Bürgern, die innerhalb einer Woche mehr als 50 in ihren Augen wichtige Objekte begutachteten, darunter nicht nur Kindergärten, Schulen oder Spielplätze, sondern auch unübersichtliche Straßenkreuzungen.
In einem Interview mit Bürgermeister Gottfried Görig hatten die Experten bereits ihre Sicht auf die Dinge erläutert und ihm die wichtigsten Verbesserungsvorschläge unterbreitet. Dazu gehören die Entschärfung als gefährlich angesehener Straßenkreuzungen, der Bau zusätzlicher Fußgängerüberwege oder auch die Reparatur nicht mehr intakter Geräte auf den Spielplätzen. Auch wenn die Anliegen der Kinder auf großes Verständnis beim Verwaltungsleiter gestoßen sind, so muss er die Umsetzung mancher Pläne aufschieben. „Alles kostet Geld, aber wir versuchen Schritt für Schritt die gewünschten Verbesserungen herbeizuführen“, sagte er gegenüber den Kartografen und zahlreichen Besuchern im Bürgerhaus.
Initiiert wurde das Projekt von der Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises und der örtlichen Jugendpflege. Besonderer Dank galt Katrin Fetsch und Kirsten Zeiser, da sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei ihrer Entdeckungstour begleiteten und ihnen im Umgang mit Computern neue Kenntnisse vermittelten. So konnten die jungen Experten selbstständig die Bilder und die gesammelten Informationen in den elektronischen Stadtplan einfügen. Die Betreuerinnen und auch Bürgermeister Görig waren überrascht von der Lernbereitschaft und Lerngeschwindigkeit der Beteiligten.
Das Ergebnis kann unter www.google-maps.de mit dem Stichwort „Kinderstadtplan Beerfelden“ eingesehen werden.
In den Herbstferien des neuen Schuljahres soll es ein Folgeprojekt geben, um weitere Objekte hinzuzufügen. Auch dafür werden wieder junge und engagierte Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen acht und zwölf Jahren gesucht.

Quelle: Stadt Erbach – Pressestelle (Odenwald-Kreis)

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