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Erbach: Erbacher Jugendsuchtprävention überzeugt mit ihrer Arbeit auch die Bundesregierung

Pressemeldung vom 15. Juni 2011, 11:15 Uhr

Städtisches Engagement wird mit einem Preisgeld von 5.000 Euro gewürdigt

Berlin/Erbach. Der 5. Bundeswettbewerb „Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention“, diesmal zum Thema „Suchtprävention für Kinder und Jugendliche in besonderen Lebenslagen“, war von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gemeinsam mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Mechthild Dyckmans und mit Unterstützung der Kommunalen Spitzenverbände sowie des GKV-Spitzenverbandes ausgeschrieben worden. Ziel des Wettbewerbs ist es, hervorragende kommunale Aktivitäten und Maßnahmen zur Suchtprävention zu identifizieren, zu prämieren sowie in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, um damit zur Nachahmung guter Praxis anzuregen.

Die Initiative der Kreisstadt Erbach zur „kommunalen Suchtprävention im Netzwerk“ nahm an diesem Wettbewerb teil und ist soeben in Berlin mit einem Preisgeld von 5.000 Euro ausgezeichnet worden.

Der städtische Ansatz gefiel durch die Zielsetzung, lokale Strukturen aufzubauen und verschiedene Projekte und Maßnahmen umzusetzen. Im Mittelpunkt stand ein breit angelegtes und bereits bundes- wie landesweit ausgezeichnetes Kooperationsprojekt zur Gewalt- und Suchtprävention für Kinder und Jugendliche mit dem Titel „Gewalt, Scherben und Alkohol“. Die Jury würdigte besonders die Netzwerkarbeit der Erbacher, die Einbeziehung von sportlichen Aktivitäten sowie die Tatsache, dass Jugendliche hier mit Jugendlichen arbeiten.

Laut Begründung der Jury nutzt die Stadt Erbach ihre kommunalen Einflussmöglichkeiten optimal aus, indem sie alle Akteure und alle Einrichtungen vielfältig in die Präventionsarbeit einbezieht.

Dass dies gelingt, ist laut Ingeborg Holterhoff-Schulte von der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen das Verdienst vieler Kinder und Jugendlicher, die aktiv an der Ausrichtung, Umsetzung und Bewertung des Projekts mitarbeiten, sowie aller, die den Mut auch zur Umsetzung innovativer und zum Teil provokanter Projekte gefunden haben. Dies wurde an zwei Einzelprojekten, dem Präventionstheaterstück einer Erbacher Hauptschulklasse und einer Plakataktion für kommunale Volksfeste, exemplarisch herausgestellt.

Die Wahl der Methoden zur Beteiligung der Jugendlichen an sportlichen Angeboten und die Mitwirkung prominenter Paten sind Instrumente, die gerade Erbacher Jugendliche in schwierigen Lebenslagen erreichen und zum Mitmachen animieren.

So konnten die beiden Vertreter der Kreisstadt Erbach, Sabine Krämer-Eis (Bürgerpraxis) und Gerhard Müller (Jugendsozialarbeit), im Kaisersaal der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin die Auszeichnung in feierlichem Rahmen entgegennehmen. Auf dem Programm stand auch ein Besuch im Bundeskanzleramt und am darauf folgenden Tag eine Fachtagung zum Thema, wo die Arbeit aller Preisträger noch einmal detailliert vorgestellt wurde.

Quelle: Magistrat der Kreisstadt Erbach

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