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Erbach: Insgesamt 125 Jahre Erfahrung und – „Bleib so, wie du bist“ – Feierstunde anlässlich von Dienstjubiläen in der Kreisverwaltung ist vier Frauen und einem Mann gewidmet

Pressemeldung vom 20. August 2009, 13:01 Uhr

Erbach. „Bleib so, wie du bist“ – dieser Satz wird bei feierlichen Anlässen wie Geburtstagen, Hochzeitstagen oder Jahresfeiern gern und oft verwendet, um die Laudatio eines Redners mit einem freundlichen Appell zu „krönen“. Am 18. August 2009, als im Landratsamt in Erbach fünf Beschäftigte zum jeweiligen Dienstjubiläum beglückwünscht wurden, fand er neuen Anklang.
Andrea Heilmann (Mossautal), Gabriele Koll (Bad König), Martin Müller (Michelstadt), Anja Münch (Brensbach) sowie Andrea Olt (Lützelbach) wurden allesamt für ihre 25-jährige Zugehörigkeit zum Öffentlichen Dienst geehrt, so dass an diesem Tag insgesamt stolze 125 Jahre Erfahrung im Landratsamt zusammenkamen. Dementsprechend groß war die Schar der Gratulanten mit Hauptabteilungs- und Ressortleitern, die nicht den geringsten Zweifel daran aufkommen ließen, dass es sich bei den vier Frauen und einem Mann ausnahmslos um tüchtige Kräfte handelt. Es verwunderte auch nicht, dass Landrat Horst Schnur zu jeder Jubilarin und jedem Jubilar eine kleine Anekdote zum Besten geben konnte, da ihn schließlich mit jedem von ihnen ein „besonderes Ereignis“ verbindet. Aus seinen Händen empfingen die Jubilare auch die entsprechenden Urkunden.
Die Personalratsvorsitzende Britta Bönsel, der Hauptabteilungsleiter des Gesundheitswesens Dr. Ulrich Falk, die Abteilungsleiterin der Allgemeinen Bauverwaltung Jutta Stegmüller, der Abteilungsleiter für Verkehrswesen Volker Weyrauch und der Leiter der Erziehungs- und Familienberatungsstelle Volker Berthel stimmten ins Lob ein, übermittelten persönliche Glückwünsche und überreichten Blumen und weitere Präsente. Sie dankten ihnen für wirkungsvolles Engagement und treue Dienste in der öffentlichen Verwaltung.
Andrea Heilmann begann ihre Ausbildung zur Bürogehilfin im Jahr 1984 beim Odenwaldkreis. Nach bestandener Abschlussprüfung wurde sie in das Angestelltenverhältnis übernommen und ist seitdem der Verkehrsabteilung zugeordnet. „Damals noch mit Karteikärtchen anstatt der hoch modernen Computer“, so beschrieb Volker Weyrauch den Wandel in der Abteilung, den Andrea Heilmann nicht nur miterlebte, sondern mitgestaltete. Weyrauchs Worte über seine Mitarbeiterin: „Freundlich, zuvorkommend, teamfähig und tolle fachliche Leistungen – Attribute, die besonders im Umgang mit den zahlreichen Kunden unverzichtbar sind.“
Auch die Verwaltungsangestellte Anja Münch ist der Kreisverwaltung seit 1984 treu geblieben. Nach ihrer Ausbildung zur Bürogehilfin kam sie ins Gesundheitsamt. Damals wie heute besorgt sie den amtsärztlichen Dienst und ist zuständig für das Termin- und Ablaufmanagement im Gesundheitsamt. „Die Ruhe und Souveränität, die Anja Münch vor allem in schwierige Zeiten ausstrahlt, bewundere ich am meisten“, sagte Dr. Ulrich Falk zum Wesen seiner Mitarbeiterin, die für Kontinuität stehe.
Andrea Olt ist die Dritte im Bunde, die ihre Ausbildung im Jahr 1984 als Bürogehilfin im Landratsamt aufgenommen hatte. Nach einem kurzen Intermezzo in der Kreiskasse zog es sie für elf Jahre ins Kreisbauamt (Abteilung Bauleitplanung/Denkmalschutz). Nach ihrer ersten Elternzeit kehrte sie als Schulsekretärin in die Dienste des Kreises zurück. Heute ist sie an der Grundschule Seckmauern beschäftigt. Sie erwies sich als „ausgezeichnete Seelsorgerin für die Schülerinnen und Schüler“, sagte Landrat Schnur. „In einer solchen Funktion hat man es häufig mit nervenaufreibenden Problemen zu tun – das kenne ich noch aus meiner eigenen Zeit als Lehrer.“
Gabriele Koll ging einen anderen Weg, um letztlich doch in der Kreisverwaltung zu „landen“. Zunächst begann sie eine Ausbildung als Erzieherin bei den Nieder-Ramstädter Heimen. Nach 22 Jahren als Diplom-Sozialpädagogin bei den Städtischen Kliniken in Darmstadt (Bereich Psychologischer Dienst der Kinderklinik) und beim Landeswohlfahrtsverband Hessen in Heppenheim und Riedstadt, hatte sie sich beim Odenwaldkreis beworben. Volker Berthel war von der Bewerbung Gabriele Kolls „begeistert“. „Sie war im besten Alter, qualifiziert und lebte im Odenwald“, nannte er kurz die wichtigsten Kriterien für ihre Einstellung im Jahr 1997. „Sie hat sich in ihrer Tätigkeit bewährt und erhält stets gute Rückmeldungen, da sie die Kinder, Jugendlichen und Eltern mit viel Engagement, fleißig und freundlich berät.“ Dass sich Gabriele Koll voll und ganz mit ihrer Arbeit identifiziert, zeigt sie auch durch ihre Teilnahme an zahlreichen Fortbildungsmaßnahmen.
Martin Müllers Laufbahn im öffentlichen Dienst begann mit der Einstellung als Diplom-Ingenieur beim Kreisbauamt in der Abteilung Bauaufsicht. Nachdem ihm 2004 die stellvertretende Leitung der Abteilung übertragen wurde, übernahm er ein Jahr später zunächst die kommissarische Leitung des Fachbereichs, ehe sie ihm im Juni 2006 auf Dauer zugesprochen wurde. Seit zwei Jahren besucht er neben dem Beruf die Verwaltungsfachhochschule in Wiesbaden, wo er das Studienfach Public Management belegt, um sich im Bezug auf das neue Verwaltungs-Steuerungsmodell fortzubilden. Im Kreisbauamt ist Martin Müller ein „hoch geschätzter Mitarbeiter“, versicherte Jutta Stegmüller, die um die Teamfähigkeit und das Fachwissen ihres Kollegen weiß: „Er ist unser Mann für die kniffligen Fälle.“

Quelle: Stadt Erbach – Pressestelle

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