Energiewechsel

Erbach: Investorensuche für das Wellness-Resort-Projekt in Haisterbach braucht mehr Zeit

Pressemeldung vom 11. September 2009, 11:43 Uhr

Projektentwickler informieren die Stadt in einem Zwischenbericht über den Stand der Dinge

Erbach. Zu Stand und weiterer Vorgehensweise zu dem geplanten Wellness-Resort-Projekt AIORA in Haisterbach haben die Projektentwickler der Kreisstadt Erbach einen Zwischenbericht vorgelegt.

Daraus geht hervor, dass derzeit keine der 20 angesprochenen Hotelgesellschaften bereit ist, das Resort zu pachten, womit sich auch die Chancen reduziert haben, noch vor Jahreswechsel einen Investor dafür ausfindig zu machen.

Als Gründe für diese Zurückhaltung führen Daryl Kornelsen und Christian Saur zum einen die Tatsache an, dass die großen Hotelgesellschaften bereits festgelegt haben, wo sie in den nächsten Jahren neue Hotels eröffnen möchten und welcher Art diese sein sollen: Die Pläne bevorzugen Stadt- und Konferenzhotels und weniger Ferienresorts, für die gegebenenfalls eher der Nord- und Ostseeraum sowie die Alpenrandgebiete in Frage kommen. Deutsche Mittelgebirge wie der Odenwald werden von den Hotelbetreibern als relativ riskant beurteilt und daher bei den Planungen kaum berücksichtigt. Pachtverträge werden momentan nur in „1A-Lagen“ abgeschlossen. Zum anderen heben die AIORA-Projektleiter die schwierige allgemeine wirtschaftliche Situation und die teilweise schlechte Finanzlage einzelner Hotelgesellschaften hervor.

Sondierungen unter Berücksichtigung dieser Fakten erbrachten allerdings auch positive Ergebnisse im Hinblick auf den möglichen Abschluss eines Managementsvertrages mit einer Hotelgesellschaft. Hierbei führt die Gesellschaft das Resort im Namen und auf Rechnung des Investors gegen eine gewinn- und umsatzabhängige Managementgebühr. Die Hotelgesellschaft stellt dann nur den Geschäftsführer ein, das unternehmerische Betriebsrisiko verbleibt überwiegend beim Investor.

Die Suche der AIORA-Projektleiter konzentriert sich nun auf einen Investor aus der Hotelbranche mit Bereitschaft zur Übernahme des Betriebsrisikos. Branchenfremde Finanzinvestoren, die das Resort als bloßes Renditeobjekt betrachten, kommen insofern nicht mehr in Frage, als sie eine Pacht erwarten würden.

Unter diesen Umständen erfordert die Investorensuche mehr Zeit als ursprünglich geplant. Es gelang, mit der Grundstückseignerin den Optionsvertrag zu verlängern, weshalb jetzt auch die Möglichkeit besteht, Bauantragsverfahren und Investorensuche getrennt durchzuführen. Projektentwickler und Stadt haben deshalb vereinbart, erst dann beim Regierungspräsidium Darmstadt einen Antrag auf Abweichung vom Regionalplan Südhessen zu stellen, wenn ein Investor gefunden und damit klar ist, wer das Resort in welcher Form betreiben wird.

Quelle: Stadt Erbach – Pressestelle

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