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Erbach: Mord am Landrat oder – Kartoffelkrimi in bewegten Bildern

Pressemeldung vom 4. August 2009, 15:07 Uhr

Opfer-Rolle für Horst Schnur in einem aktuellen Projekt zweiter Michelstädter Hobbyfilmer

Erbach. Grausige Dinge geschehen im Odenwald: Wenige Tage vor Antritt seines verdienten Ruhestands wird Landrat Horst Schnur ermordet aufgefunden – ausgestreckt auf einem Haufen Kartoffeln. Ausgerechnet auf Kartoffeln, dem Lieblingsgemüse des Landrates. Keiner hat sich so um die vermeintlich unscheinbaren Knollen verdient gemacht wie Horst Schnur – und nun wird er darauf hingemeuchelt – mit einem Messer in der Brust. Sie ahnen es? Natürlich ist dieser „Mord“ Szene eines Werks, das zwei Odenwälder Hobbyfilmer vom Filmclub Erbach/Michelstadt dieser Tage mit Unterstützung des Landrats drehen. Verarbeitet wird eine Geschichte von Jochen Borger, die in der Anthologie „Mords-Kartoffel“ veröffentlicht wurde. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Krimi-Kurzgeschichten zum Thema Kartoffeln, um das Ergebnis eines Schreibwettbewerbs, den der Odenwälder Landrat Schnur vor drei Jahren initiiert hatte.
„Uns hat diese Geschichte besonders gut gefallen“, sagt Ansgar Weber, der die Story nun zusammen mit seinem Sohn Alexander in bewegte Bilder umsetzt: „Der Bezug zum Odenwald und seinem ‚Oberhaupt‘ war so passend, dass wir unserem Landrat damit ein Abschiedsgeschenk machen wollen“. Wenn das Ergebnis so gut wird wie sich Familie Weber es vorstellt, soll der Streifen im Internet veröffentlicht werden. Gedreht wurde in der Nähe des Eulbacher Schlosses. Dem neuen Pächter des nahegelegenen Gasthauses, Alexander Hennig, gefiel die Idee so gut, dass er sich bereit erklärte mitzuspielen. Hauptdarsteller Karl-Heinz Vay ist alles andere als ein unbeschriebenes Blatt: Er tritt seit etlichen Jahren erfolgreich in der Theatergruppe Mossau auf.
Ansgar Weber: „Als ich die Geschichte las, war mir sofort klar: den Karl kann nur der Karl-Heinz spielen“. Unterstützt wird Vay durch Thomas Niederhaus, einen Jungschauspieler, der erste Erfahrungen bereits in zwei Kurzfilmen von Alexander Weber gesammelt hat. Weitere Unterstützung findet das Drehteam eben von Horst Schnur, der seine Teilnahmen spontan zusagte, sowie zwei Überraschungsgäste, die „Jedermann“ kennt.
„Wir sind begeistert, wieviel Unterstützung unser Projekt gefunden hat“, fasst Ansgar Weber den aktuellen Stand der Arbeiten zusammen. Ob Polizei oder Rotes Kreuz, ob Kartoffelproduzenten oder Statisten – viele Helfer machen so ein Werk erst möglich. Und alle eint der Gedanke: Für den Landrat tun wir’s gern, vor allem wenn klar ist: Totgesagte leben länger.

Quelle: Stadt Erbach – Pressestelle

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