Energiewechsel

Erbach: Odenwälder Fußballarenen werden bunt

Pressemeldung vom 26. Oktober 2012, 11:30 Uhr

Graffiti Jugendprojektstart zum Thema Fair Play, Toleranz und Respekt

Erbach/Michelstadt. Kräftige Farbtupfer, unzählige Sprühdosen, Pinsel und Farbeimer säumten unlängst die abgedeckte Bodeneinfassung der Plattenstützwand im Michelstädter Heinrich-Ritzel- Stadion. Eingeladen hatte das Erbacher Jugendintegrationsprojekt „Fußball und Musik – Sport, Spaß & Integration“. Zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene, die farbenfrohe Entwürfe zu den Themen Anti-Diskriminierung, Anti-Rassismus, Fair Play, Toleranz und Respekt im Fußballsport kreierten, hatten sich im Stadion eingefunden. Die Umsetzung der Graffitis erfolgte über mehrere Tage und stand unter der Leitung des Erbacher Jugendsozialarbeiters Gerhard Müller. Oft musste sogar in den späten Abendstunden das Flutlicht der Sportanlage in Betrieb genommen werden, um Teilarbeiten abschließen zu können.

Das Graffiti selbst wurde an einer über zwanzig Meter langen und bis zu fünf Meter hohen Wand im Innenbereich des Stadions angebracht und ist von allen Seiten einsehbar. „Nicht nur dass sich die jungen Künstler mit einem sozialintegrativen Thema auseinandersetzen, auch die Netzwerkherstellung über die Kooperation zwischen Vereinen und der Jugendsozialarbeit sind wichtige Teilaspekte dieses Projektbausteins“, teilt Gerhard Müller mit.

Auch die Verantwortlichen des VFL Michelstadt, Abteilung Fußball, sehen dies sehr positiv. So wurde das Vorhaben im Beisein des Jugendsozialarbeiters in einer Vorstandssitzung bezüglich seiner Durchführung thematisiert. Wolfgang Prößdorf vom Vorstand betont: „Der Fußballverein hat nicht nur eine unschöne Betonecke zum Eyecatcher umgewandelt, sondern auch eine Plattform für soziale Jugendarbeit bereit gestellt“. Auf diese Weise ergeben sich vielerlei Synergie-Effekte.

„Das Graffiti sorgt für eine positive Publicity, und indem der VFL damit fußballrelevante Themen aufgreift und klare Stellung in Sachen Respekt, Toleranz und Fair Play bezieht, wird er seinem Vorbildcharakter gerecht“, ergänzt Vereinspräsident Peter Korndörfer.

Ermöglicht wurde die Umsetzung durch mehrere Faktoren. Die Jugendsozialarbeit Erbach hatte ausgehandelt, dass die Spraydosen und Materialien vom Verein und von der Sparkasse Odenwaldkreis gestellt wurden. Weitere Förderung erfährt das Projekt durch die Kinder- und Jugendförderung des Kreises.

So versteht Gerhard Müller die Arbeit in Michelstadt auch als gelungenen Impulsgeber für mögliche Folgearbeiten zu den aufgeführten Themen auf anderen Odenwälder Sportplätzen. Wobei die erste Fortsetzung schon gesichert ist: So dürfen die jungen Künstler an der äußeren Eingangsmauer des Stadions in Michelstadt das VFL-Logo in Übergröße gestalten. Dies soll trotz der nahenden kalten Jahreszeit zeitnah umgesetzt werden, und das ist dann ein weiterer Beitrag zu den genannten Themen, von dem alle Beteiligten profitieren werden.

Quelle: Magistrat der Kreisstadt Erbach

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis