Energiewechsel

Erbach: Rettungswache in Erbach ihrer Bestimmung übergeben

Pressemeldung vom 31. August 2009, 15:41 Uhr

Verbesserung der Notfallversorgung – Landrat nimmt Schlüssel entgegen und reicht ihn ans Rote Kreuz weiter

Erbach. Am 31. August 2009 wurde die neu gebaute Rettungswache in Erbach offiziell ihrer Bestimmung übergeben. So empfing der scheidende Landrat Horst Schnur in einem symbolischen Akt den Schlüssel aus der Hand von Jürgen Walther, dem Geschäftsführer der mit dem Bau beauftragten Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG). Leitender Notarzt Dr. Bernhard Krakowka, Architekt Günter Straub sowie die stellvertretende Vorsitzende des Rot-Kreuz-Kreisverbandes Gudrun Nielsen begleiteten den feierlichen Anlass und richteten Grußworte an die weiteren Gäste. „Ich freue mich, dass ich am letzten Tag meiner Amtszeit den Schlüssel für den Kreisausschuss als Mieter entgegennehmen und dem Roten Kreuz als Leistungserbringer für die Notfallversorgung und künftigen Untermieter weitergeben kann“, sagte Horst Schnur im Rahmen der Übergabe. „Mit dem Bau dieser Wache wird eine maßgebliche Optimierung des Rettungsdienstes im Odenwaldkreis erzielt.“
Die Kreise sind verpflichtet die Notfallversorgung in ihrem Gebiet so zu gestalten, dass Patienten in 90 Prozent der Fälle innerhalb von zehn Minuten und in 95 Prozent innerhalb von 15 Minuten medizinisch betreut werden. Vor allem im östlichen Kreisgebiet mit den Michelstädter Stadtteilen Vielbrunn und Würzberg, aber auch in Brombachtal-Langenbrombach, Bad König-Momart und Michelstadt/Weiten-Gesäß wurde diese gesetzlich normierte Quote seither nicht erfüllt. Dort konnten nur 83 Prozent der Notfallpatienten innerhalb der geforderten Zeit versorgt werden. Die Defizite sollen nun mit dem Bau der Rettungswache an der Nahtstelle im Kreuzungsbereich der Bundesstraße 45 und 47 aufgefangen werden. Zwei Rettungswagen werden hier untergebracht, einer davon wird rund um die Uhr in Bereitschaft gehalten.
Im Vorfeld des Neubaus hatten Anwohner die Befürchtung geäußert, einer unzumutbaren Lärmbelästigung ausgesetzt zu werden, die mit dem Rettungswachenbetrieb verbunden wäre. „Die Lärmbelästigung lässt sich leider nicht vermeiden“, sagte der Leitende Notarzt Dr. Bernhard Krakowka, jedoch dürfe man nicht aus den Augen verlieren, dass die neue Einrichtung dabei helfe, Menschenleben zu retten. Deshalb müssten hier private Interessen gegenüber dem vorrangigen öffentlichen Interesse zurückstehen. Er gab auch in soweit „Entwarnung“, dass Martinshorn und Blaulicht nur in Fällen mit höchster Eile zur Rettung von Menschenleben und zur Vermeidung von schweren Verletzungen eingesetzt werden dürfen.
Landrat Schnur und OREG-Geschäftsführer Walther waren voll des Lobes und dankten den beteiligten Unternehmen, dass sie das Projekt in der Rekordzeit von nur einem halben Jahr verwirklicht haben. Bei Investitionskosten von rund 490.000 Euro für das Gesamtprojekt wurde das Gebäude nach den neuesten Energiespar-Techniken als 60-kw-Haus gebaut. Die energetische Versorgung erfolgt durch eine Erdwärmepumpe.

Quelle: Stadt Erbach – Pressestelle

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