Energiewechsel

Erbach: Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Projekte und zeigen Entwicklungschancen für die Region auf

Pressemeldung vom 26. August 2009, 16:58 Uhr

Erbach. Am 24. August 2009 haben die beiden Gewinnerteams des Wettbewerbs „Jugend und Zukunft“ ihre Ergebnisse im Landratsamt präsentiert. Initiiert wurde das Projekt vom Rotary Club Erbach-Michelstadt und im Rahmen eines freiwilligen Kurses an den Schulen im Odenwaldkreis. Bereits Anfang Juni hatten die acht teilnehmenden Gruppen ihre Ausarbeitungen im Kloster Höchst vorgestellt. Damals schon von Landrat Horst Schnur „mit Staunen“ begutachtet, hatte dieser die Sieger aufgrund ihrer „fabelhaften Leistungen“ nach Erbach ins Landratsamt eingeladen mit der Bitte, ihre Ergebnisse einem weiteren sachkundigen Kreis darzulegen.
Mit dabei waren unter anderem Dietrich Kübler als zukünftiger Landrat des Odenwaldkreises, die Geschäftsführerin des TouristikService Odenwald-Bergstraße Hanne Holuscha, die Bereichsleiterin für den Wirtschaftsservice der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) Gabriele Seubert, sowie von der Kreisverwaltung Petra Karg (Kreisentwicklung und Regionalplanung), Oliver Kumpf (Organisation, Bürger- und Gremienservice) und Hauptabteilungsleiter Karl Eppel, um die Konzepte der jungen Erwachsenen kennen zu lernen.
„Letzte Ausfahrt Odenwald? – Die Folgen der demographischen Entwicklung im Odenwald bis 2050“, so lautete das Thema des Wettbewerbs. Viele Ideen wurden zusammengetragen und begeisterten die Verantwortlichen aus den Bereichen Wirtschaftsförderung und Tourismus.
Eingebunden in ein kleines Schauspiel diskutierten Johannes Megow, Mascha Schmittner-Siebert und Nadine Drebert vom Beruflichen Gymnasium am Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis (BSO) in Michelstadt die aktuellen Probleme der Region. Dabei stellten sie fest, dass die ungünstige demographische Entwicklung vor allem am Fehlen von Studienplätzen im ländlichen Raum liegt. Viele Schulabgänger verlassen aus diesem Grund ihre Heimat, um in einer Universitätsstadt zu studieren.
In ihrem szenischen Auftritt zieht es die Schulabgänger im Jahr 2009 nach Hamburg, um nach abgeschlossenem Studium und vielen Jahren im Beruf in die Heimat zurückzukehren. Mit neuen Ideen „im Gepäck“ verspüren sie das Bedürfnis den Odenwald touristisch aufzuwerten. So errichten die drei Rückkehrer ein Mehrgenerationenhotel am Marbach-Stausee, um dort Freizeitaktivitäten für jung und alt anbieten zu können – dies alles mit der Hoffnung verbunden, junge Menschen in der ländlichen Region zu halten und der demographischen Entwicklung entgegenzuwirken. Mit ihrem Entwurf hatten sie bei der Veranstaltung im Juni den ersten Platz belegt und das vom Rotary Club ausgelobte Preisgeld von 3.000 Euro erhalten.
Die andere Gruppe um Marion Höfling, Philipp Müller und Nino Pisano von der Ernst-Göbel-Schule (EGS) in Höchst stellte das Thema „Zerstörung der Natur oder Verhinderung der wirtschaftlichen Weiterentwicklung – Odenwald 2050“ in den Mittelpunkt und hatte nach kontroverser Diskussion der anscheinend kaum zusammen zu führenden Streitpunkte einen Lösungsansatz entwickelt: Der Odenwald wird in mehrere „Zonen“ aufgeteilt. So sollen Wohngegenden, Gewerbegebiete und „Wirtschaftszonen“ sowie Naturschutzgebiete räumlich voneinander getrennt werden, um zum einen die wirtschaftliche Entwicklung zu stärken und zum anderen die Natur infolge eben dieser Entwicklung nicht allzu sehr beeinträchtigt zu sehen. Das EGS-Team hatte damit den zweiten Platz im Wettbewerb belegt.
Nach den Vorträgen diskutierten die Ideengeber mit den Politikern und Verantwortlichen aus den genannten Fachbereichen über die skizzierten Vorschläge. Landrat Horst Schnur lobte beide Gruppen dafür, „tolle Ideen“ entwickelt zu haben. Sein Dank galt neben dem Rotary Club Erbach-Michelstadt auch Claudia Wolff von der Ernst-Göbel-Schule in Höchst und Sebastian Breth vom Beruflichen Gymnasium in Michelstadt, welche die Arbeit der Schülerinnen und Schüler maßgeblich unterstützten und ihnen mit Rat und Tat zur Seite gestanden hatten.
Quelle: Stadt Erbach – Pressestelle

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis