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Erbach: Verein der Köche Starkenburg würdigt Horst Schnurs Engagement für Gastronomie und Tourismus

Pressemeldung vom 11. August 2009, 13:55 Uhr

Erbach. Die Köche der Region Starkenburg haben am 10. August 2009 in Erbach ihren Schutzpatron Sankt Laurentius gebührend gefeiert. Sie zogen am Nachmittag in ihrer blütenweißen Berufskleidung durch den Lustgarten und über den Marktplatz zur Evangelischen Stadtkirche. Dort hielten der evangelische Pfarrer Thomas Hoerschelmann (Erbach) sowie sein katholischer Kollege Leonard Heckmann (Bad König) gemeinsam mit den rund 60 Besuchern und einigen interessierten Gästen der feierlichen Veranstaltung einen ökumenischen Gottesdienst, der mit dem Laurentiuslied eröffnet wurde.
Nach einem Abstecher in den Schlosshof, um dort das obligatorische Gruppenfoto aufzunehmen, folgte in der traditionsreichen Gaststätte „Erbacher Brauhaus“ ein Sektempfang, bei dem der Vorsitzende des Vereins der Köche Starkenburg Markus Vettel (Heppenheim) und Schriftführer Uwe Horlitz (Michelstadt/Weiten-Gesäß) der illustren Runde samt Ehrengästen eine Überraschung servierten. Sie ernannten den Landrat des Odenwaldkreises Horst Schnur zum Ehrenmitglied des Vereins und bedachten ihn zum Zeichen der Anerkennung für seine Verdienste um Gastronomie und Tourismus in der Region nicht nur mit einer Urkunde, sondern auch mit einer Original-Kochweste. Sehr zum Vergnügen des Geehrten erwies sie sich für ihn als in angemessener Weise „tailliert“, so dass Schnur im Ruhestand ab dem 1. September dieses Jahres in der heimischen Küche anlegen kann, um so geheiminisvolle Gerichte wie eine Brennesselsuppe zuzubereiten, über deren Rezeptur er gerade erst bei zwar besonderem, aber weniger öffentlichem Anlass interessierte Bekannte aufgeklärt hatte.
Die offizielle Begrüßung nahm Vorsitzender Vettel vor, der sich mit den Starkenburger Köchen über gute Resonanz seitens der Kollegen aus benachbarten Kreisen, aber auch aus Heidelberg, Kassel oder Hanau freute. Zudem erwies ihnen die deutschlandweit organisierte Laurentius-Bruderschaft (Riedstadt) ebenso ihre Reverenz wie die Odenwälder Kartoffelkönigin Barbara I. Auch der Vorsitzende des Landesverbandes der Köche Hessen, Josef Groß, hatte sich die Reise nach Erbach nicht nehmen lassen.
Die Laudatio auf Schnurs Verdienste hielt Uwe Horlitz, der in seine Ansprache auch die Reminiszenz an jene Zeit hineinpackte, die Horst Schnur gern als sein „früheres Leben“ bezeichnet, als er Lehrer und Schulleiter war. Wie nicht gerade wenige Odenwälder lernte Horlitz also den späteren Landrat in jungen Jahren als Pädagogen mit Eigenschaften kennen, die ihm heute unvermindert zuzuordnen seien: Fairness, Menschlichkeit und Schüler- beziehungsweise Bürgernähe.
Weil nun der Landrat Schnur „immer ein offenes Ohr für die Sorgen auch der Köchinnen und Köche im Odenwald hat, entschied sich der Starkenburger Köche-Zusammenschluss dafür, dies in die Form einer öffentlichen Anerkennung zu gießen. „Heute verabschieden wir einen großen Förderer der regionalen Küche und wünschen uns von seinem Nachfolger, dass auch er die Odenwälder Gastronomie und ihre Köche so unterstützt wie Horst Schnur“, sagte Horlitz. Mit den Worten „damit Sie uns nicht ganz verloren gehen, haben wir uns etwas ausgedacht“ befreite er die schon erwähnte weiße Weste aus ihrer Verpackung, um sie gemeinsam mit Markus Vettel dem schalkhaft schmunzelnden Landrat anzulegen und ihm zugleich die Ehrenmitgliedschaft im Verein der Köche Starkenburg anzutragen.
Schnur erwiderte die Ehrung mit Komplimenten an die Schar der Köche. Sie seien diejenigen, die zu den Zeiten arbeiten müssten, wenn andere ihre freie Zeit genießen. „Ihr seid heute die Aushängeschilder der Region“, hob der Landrat die gute Entwicklung der regionalen Gastronomie hervor, die heute mehr als jemals zuvor auf Qualität und kulinarische Klasse setze. Nicht zu unterschätzen seien auch die Bemühungen der Branche, mit qualifizierter Ausbildung jungen Menschen eine Chance zu geben. Vielfache Auszeichnungen vor allem in jüngerer Zeit legten dafür beredte Zeugnisse ab und sicherten die Grundlagen für eine gute Zukunft.

Quelle: Stadt Erbach – Pressestelle

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