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Eschborn: Betreuungssituation in städtischen Kindertagesstätten

Pressemeldung vom 1. Juni 2015, 08:13 Uhr

Nachdem die Erzieherinnen und Erzieher seit drei Wochen im Streik sind, wenden sich jetzt auch vermehrt Eltern an die Stadt und fordern eine verlässliche Betreuung ihrer Kinder.

Bürgermeister Mathias Geiger und der im Rathaus für die Kinderbetreuung zuständige Erste Stadtrat Thomas Ebert können die Forderungen auf beiden Seiten gut verstehen: „Eine Neubewertung der erzieherischen Tätigkeiten halten wir für unumgänglich. In Eschborn haben wir uns deshalb schon vor vielen Jahren dazu entschlossen, diese Berufsgruppe übertariflich zu bezahlen. Die Schwerpunkte des Erzieherberufs liegen im Bildungs- und Erziehungsbereich und beschränken sich nicht auf die reine Betreuung der Kinder.“ Beide verstehen aber auch die derzeitige Not vieler Eltern, die neben ihrer Berufstätigkeit momentan auch noch die Betreuung ihrer Kinder von Tag zu Tag neu organisieren müssen: „Natürlich brauchen berufstätige Eltern eine verlässliche Betreuung, die sich aber zur Zeit wegen des Streiks in Eschborn so nicht organisieren lässt.“

Mit 16 städtischen Kindertagesstätten und einer sehr hohen Streikbereitschaft unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, steht die Stadt Eschborn bei der Organisation einer Notbetreuung täglich vor einer großen

Herausforderung. „Leider gelingt uns das Angebot einer Notbetreuung immer nur in einzelnen Einrichtungen, was absolut nicht zufriedenstellend, aber der Tatsache des Streiks geschuldet ist“, so Bürgermeister Geiger. „Nur wenn ein Grundstock an Personal vorhanden ist, können wir eine Kindertagesstätte öffnen. Der Pool an Betreuungskräften wird dann oftmals durch nichtstreikende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Einrichtungen aufgestockt. Wir können in der Regel aber nur auf wenige Erzieherinnen und Erzieher zurückgreifen, zudem sind dies meist Teilzeitkräfte, FSJ’ler und Berufspraktikantinnen und -praktikanten“, ergänzte Erster Stadtrat Ebert.

Geiger und Ebert haben mit einem Schreiben den Kommunalen Arbeitgeberverband aufgefordert, den Beschäftigten im Erziehungsbereich ein verhandlungsfähiges Angebot zu unterbreiten, damit der Streik endlich beendet werden kann. Die Stadt Eschborn bietet ihren Erzieherinnen und Erziehern bereits einige zusätzliche Leistungen an. Die Bezahlung erfolgt übertariflich nach TVÖD S8, dies sind zwei Tarifgruppen über der eigentlichen Einstufung. Der Betreuungsschlüssel in Eschborn ist mit zwei Erziehern pro Gruppe besser, als vom Gesetz gefordert. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal von Eschborn. Es gibt regelmäßige Fortbildungen und Supervisionen. Die Erzieherinnen und Erzieher arbeiten in modernen Einrichtungen mit optimaler materieller Ausstattung und können ihre Talente und Neigungen aktiv in die Arbeit mit den Kindern einbringen.

Bürgermeister und Erster Stadtrat hoffen beide, dass Arbeitgeberverband und Gewerkschaften konstruktiv miteinander verhandeln und ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen.

Quelle: Stadt Eschborn / Pressestelle

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