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Eschwege: Erfolgreiche Übung des Verwaltungs- und Katastrophenschutzstabes für den Ernstfall

Pressemeldung vom 25. August 2009, 16:33 Uhr

Eschwege. Was passiert, wenn es infolge starker Niederschläge zu einer schweren Flutkatastrophe im Werratal kommt? Wie kann gewährleistet werden, dass die Hilfskräfte möglichst schnell zum Einsatz kommen, um den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zu helfen und so Leben zu retten? Diese und andere Fragen warf das Szenario auf, dem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Katastropenschutzübung gegenüber sahen.

„Die Übung hat bewiesen, dass wir beim vorsorgenden Katastrophenschutz auf einem sehr guten Weg sind“, so das Resümee von Landrat Stefan Reuß nach der mehrstündigen Übung vom letzten Samstag.

Um in einen Katastrophenfall schnell die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen und den gefährdeten Menschen Hilfe zukommen lassen zu können, ist es notwendig die reibungslose Zusammenarbeit aller Einrichtungen des Katastropenschutzes immer wieder zu üben. Nachdem der operativ-taktische Katastrophenstab und der Verwaltungsstab in der Vergangenheit bereits in Lehrgängen an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Ahrweiler die Stabsarbeit eingehend trainiert haben, wurde nun vor Ort im Gefahrenabwehrzentrum des Werra-Meißner-Kreise unter Beobachtung zweier Mitarbeiter des AKNZ das Zusammenwirken der beiden Stäbe im Rahmen einer Übung erprobt.

Dabei wurde von einer Bedrohung der Anwohner der Werra durch eine Flutwelle ausgegangen, die bereits zu Überflutungen geführt hat und in deren Folge weitere schweren Überflutungen zu befürchten wären. Konkret mussten sich die Stäbe mit der Bedrohung eines Altenheims und eines liegengebliebenen ICE in Wommen auseinandersetzen. Weiterhin sah das Szenario unter anderem vor, dass ein Deichbruch in Bad Sooden-Allendorf drohte und auch das Krankenhaus in Witzenhausen durch die Flut gefährdet würde.

Während der operativ-taktische Stab die Koordination des Hilfskräfteeinsatzes probte, setzte sich der Verwaltungsstab unter Leitung von Landrat Stefan Reuß mit der Organisation der Evakuierung und der schnellstmöglichen Bereitstellung von Sach- und Finanzmittel auseinander, damit die Retter und die Betroffenen im Ernstfall reibungslos versorgt werden könnten. Schließlich gilt es in einer Katastrophensituation sowohl die Versorgung der Retter mit Lebensmittel oder auch Kraftstoffen zu gewährleisten und gleichzeitig beispielsweise für die Bewohner von Altenheime Ausweichplätze zu organisieren. Zusätzlich wurden die Maßnahmen zur Information der Bevölkerung durch Rundfunkdurchsagen und das Bürgertelefon erprobt.

Insgesamt waren an der Übung 58 Teilnehmer von Feuerwehr und Rettungsorganisationen, dem Technischem Hilfswerk, der Polizei und der Bundeswehr sowie aus der Kreisverwaltung beteiligt. Vorbereitet wurde die Übung von einem Team um Willi Sußebach vom Fachdienst Gefahrenabwehr des Werra-Meißner-Kreises, der die Übung mit Unterstützung des AKNZ ausgearbeitete hatte. Für die gute Vorarbeit gab es Lob sowohl vom Landrat wie auch von den Besuchern der AKNZ.

Nach rund acht Stunden konnte die Übung erfolgreich beendet und in einer Nachbesprechung die Ergebnisse aufbereitet werden. Dabei betonten die Beobachter des AKNZ, dass bisher nur wenige Landkreise so umfangreiche Vorkehrungen und Übungen für den Katastrophenfall durchgeführt haben. Lediglich vier Landkreise in ganz Deutschland setzten im Jahr bisher eine solche Übung um. Um so erfreulicher war die Einschätzung der Vertreter des AKNZ, dass die Übung bewiesen habe, dass sich der Werra-Meißner-Kreis gut für den Fall der Fälle gerüstet hat.

Landrat Reuß lobte am Ende der Übung nochmals ausdrücklich den Einsatz der Beteiligten und überreichte allen Teilnehmern persönlich die Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme an der Übung. Gelobt wurde von den Teilnehmern schließlich auch noch die vorbildliche Versorgung während der Übung durch das Rote Kreuz.

Quelle: Stadt Eschwege – Pressestelle

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