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Frankfurt am Main: Audioguide spricht Französisch und Spanisch

Pressemeldung vom 16. Juni 2011, 12:01 Uhr

Hörführung durch die Dauerausstellung des Jüdischen Museums in zwei weiteren Sprachen
(pia) Die Hörführung durch das Jüdische Museum Frankfurt steht von Samstag, 11. Juni, an auch in französischer und spanischer Sprache zur Verfügung. Bislang gab es den Audioguide, der im vergangenen Frühjahr aktualisiert wurde, in Deutsch und Englisch.

Für die Hörführung wurden die schönsten und interessantesten Objekte des Museums ausgewählt. Anschaulich und leicht verständlich werden sie in ihrem historischen und rituellen Zusammenhang erläutert. Zu einigen Objekten sind hebräische Gebete zu hören. Der Audioguide erschließt auch Besuchern, die das Museum gut kennen, neue Aspekte jüdischer Geschichte und jüdischen Lebens in Frankfurt. Der Audioguide eröffnet so überraschende Einblicke in die Ausstellungen im denkmalgeschützten ehemaligen Rothschild-Palais am Untermainkai.

Sie präsentieren die Geschichte der jüdischen Gemeinden in Frankfurt vom 12. bis zum 20. Jahrhundert und veranschaulichen im Bereich „Jüdische Feste und Feiertage“ eine durch religiöse Überlieferung bestimmte Lebensweise der jüdischen Gemeinschaft in Familie und Gemeinde. Ein wesentlicher Teil der Dauerausstellung besteht aus der Präsentation historischer Kultgeräte in Silber und anderen Edelmetallen aus dem 17. bis frühen 20. Jahrhundert, die in Synagoge und Haus zur Religionsausübung dienten. Was nur Experten wissen: Es handelt sich um eine der weltweit führenden Sammlungen aus der jüdischen Alltagskultur, darunter beispielsweise ein Chanukka-Leuchter (um 1680) aus der Hand des bekannten Frankfurter Goldschmieds Valentin Schüler. Die plastischen Tierverzierungen (Hirsch, Adler, Eichhörnchen, Pelikan) des Leuchters aus dem Vermächtnis von Franziska Speyer stehen für die Verbindung der Familien, die in den gleichnamigen Häusern der Judengasse lebten.

Der Audioguide erläutert außerdem auch Objekte, die aus den zerstörten Frankfurter Synagogen oder aus jüdischen Gemeinden in Zentral- und Osteuropa stammen. Damit bietet er für jeden Museumsbesucher einen neuen Einblick in den Reichtum und die Pracht der jüdischen Kultur in Europa.

Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Presse- und Informationsamt

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