Energiewechsel

Frankfurt am Main: Bäume retten mit dem Besen

Pressemeldung vom 25. September 2009, 15:15 Uhr

Umweltdezernat startet Aktion gegen Kastanienminiermotte

Frankfurt am Main. Umweltdezernentin Manuela Rottmann ruft die Frankfurter zu einer einfachen, absolut biologischen Schädlingsbekämpfungsaktion auf: dem Einsammeln von Kastanienlaub. „Wer Kastanienlaub jetzt im Herbst gründlich beseitigt, verschafft dem Baum nächstes Frühjahr eine Atempause vor der Kastanienminiermotte“, erklärte die Stadträtin am Donnerstag im Ausschuss für Umwelt und Sport. Manuela Rottmann hat wenig Hoffnung, dass die auf weiß blühende Kastanien spezialisierte Mottenart noch einmal ganz verschwinden wird. „Wir müssen uns wohl daran gewöhnen, dass sich viele Kastanien schon im August braun verfärben“, sagte sie. „Aber jeder kann etwas dafür tun, dass die Bäume immer wieder neue Kräfte tanken können.“

Mottenbefall wird um zwei Drittel reduziert
Wissenschaftler und die Baumexperten der Grünflächenämter haben beobachtet, dass der Mottenbefall im Frühjahr um zwei Drittel reduziert werden kann, wenn abgeworfenes Laub zuvor konsequent beseitigt wurde. Eine neu aufgelegte Broschüre des Grünflächenamts erklärt, wie man dem Schädling am besten beikommt. Kastanienlaub gehört in die Biotonne, nicht auf den Komposthaufen. Größere Mengen kann man erst in Plastiksäcken zwischenlagern und nach und nach in die Biotonne füttern. Gegen Vorlage der Broschüre gibt es auf den Betriebshöfen der FES auch kostenlose Abfallsäcke. Die Motte und ihre Larven tun dem Menschen nichts, man kann die Blätter wie auch die Kastanien gefahrlos berüh ren. Rottmann bittet darum, keine Laubbläser einzusetzen. „Rechen und Besen haben sich seit Generationen bewährt.“

5.300 Kastanien in der Stadt
An Frankfurts Straßen und in Grünanlagen stehen rund 5.300 Kastanien. Stephan Heldmann, der Leiter des Grünflächenamts, würde sich sehr freuen, wenn Ortsbeiräte, Vereine oder einfach Gruppen von Nachbarn Laubsammelaktionen starten würden. „Wir stellen dann gerne genügend Abfallsäcke bereit.“ Die Broschüre gibt es unter anderem bei der Bürgerberatung am Römerberg, sie kann auch über die Hotline des Grünflächenamtes, Telefon 069/212-30991, bestellt werden. Nähere Informationen über die Kastanienminiermotte gibt es im Internet unter www.cameraria.de

Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Pressestelle

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