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Frankfurt am Main: Bücherzettel

Pressemeldung vom 9. Juni 2011, 13:26 Uhr

Neuerscheinungen zu Frankfurt-Themen auf dem Büchermarkt Wir stellen vor: Michael Rieth: „Horst Lippmann. Ein Leben für Jazz, Blues und Rock“; Frank Berger und Christian Setzepfandt: „101 Unorte in Frankfurt“; Eberhard Schmitt-Burk: „Frankfurt Rhein-Main mit Kindern“; Umweltamt Frankfurt am Main: „Kreuz und quer durch den Frankfurter GrünGürtel“; Tobias Picard: „Frankfurt am Main in frühen Farbdias 1936 bis 1943“; Ingrid Schick und Angelika Zinzow: „Apfelwein 2.0. Innovativ, edel, vielfältig“; Jürgen Lentes und Jürgen Roth (Herausgeber): „Im Bahnhofsviertel. Expeditionen in einen legendären Stadtteil“.

Michael Rieth: ‚Horst Lippmann. Ein Leben für Jazz, Blues und Rock‘, 232 Seiten, 29 Schwarzweißfotos, Palmyra Verlag Heidelberg, 20,50 Euro.Er war einer der bedeutendsten Wegbereiter der Popmusik, er beeinflusste die Entwicklung der Jazz-, Blues- und Rockmusik in Deutschland und er gründete 1953 das Deutsche Jazzfestival Frankfurt. Der 1927 in Eisenach geborene und 1997 in Frankfurt gestorbene Horst Lippmann war Jazz-Musiker, Konzertveranstalter, Hörfunk-Autor und Fernseh-Regisseur. Eine Annäherung an den Jazz- und Musikenthusiasten legt Michael Rieth mit seiner Biografie „Horst Lippmann. Ein Leben für Jazz, Blues und Rock“ vor und erklärt Person und Phänomen Lippmann aus seinem Wirken heraus. Dabei spannt er den Bogen von der Geburt des Frankfurter Jazz nach dem Krieg in Trümmern und Kellern über den Impressario aus Leidenschaft, der die Agentur Lippmann + Rau gründete, bis hin zu den musikalischen Grenzgängen, die Lippmann auf musikalische Entdeckungsreisen durch die Welt führten.
Frank Berger und Christian Setzepfandt: ‚101 Unorte in Frankfurt‘, 215 Seiten, Societäts-Verlag Frankfurt, 12,80 Euro.Römer, Paulskirche, Goethe-Haus oder Skyline gehören zu den bekannten und bewunderten Attraktionen Frankfurts. Doch Frankfurt ist viel facettenreicher. Frankfurt jenseits von ausgetretenen Touristenpfaden entdecken Frank Berger und Christian Setzepfandt mit Texten und Fotos in „101 Unorte in Frankfurt“. Unmögliches und Unbequemes, Unfertiges und Unordentliches, Unerwünschtes und Unschätzbares haben sie aufgespürt: einen der wenigen Frankfurter Paternoster im Bayerhaus, eine Goethe-Säule im Frankfurter Stadtwald, die Adorno-Ampel, aber auch stinkende, mit Graffiti versprühte Straßenunterführungen oder ein Art-déco-Pissoir im Osthafen. Das Spektrum der erkundeten Unorte samt den dazugehörigen Anekdoten reicht von Gräbern und Denkmälern zu Gebäuden und Erinnerungsorten.
Eberhard Schmitt-Burk: ‚Frankfurt Rhein-Main mit Kindern. 400 preiswerte und spannende Aktivitäten für draußen und drinnen‘, 304 Seiten, 119 Fotos und 135 Tier-Cartoons, 8 Seiten Kartenatlas, Peter Meyer Verlag Frankfurt, 16 Euro.Nie wieder langweilige Ferien oder Wochenenden in der Großstadt – das versprechen 400 preiswerte Aktivitäten für Familien mit Kindern von drei bis dreizehn Jahren, die in dem kleinen Freizeitführer „Frankfurt Rhein Main mit Kindern“ versammelt sind. Vom Miniausflug über leichte Wander- und Radeltouren, Spaß im und auf dem Wasser, bis hin zu Naturerlebnissen. Für jedes Wetter ist etwas dabei: eine Schifffahrt auf dem Main, Museen mit engagiertem Kinderprogramm, aber auch Zoos und Tierparks, Feste und Märkte. Ebenso finden sich Tipps, wo man am besten toben bis zum Umfallen oder Himmel und Natur entdecken kann. Der Band enthält neben zahlreichen Karten von Frankfurt und Umgebung auch Angaben zu Preisen, Rabatten und Öffnungszeiten und zur Anfahrt mit Bus und Bahn.
Umweltamt Frankfurt am Main: ‚Kreuz und quer durch den Frankfurter GrünGürtel‘, 287 Seiten, CoCon-Verlag Hanau, 16,80 Euro.Zum zwanzigsten Geburtstag des Grüngürtels ist eine neue und völlig anders gestaltete Auflage des Buches „Kreuz und Quer durch den Frankfurter GrünGürtel“ erschienen. Das Buch ist mit seinen Tipps, Touren und Themen der einzige und offizielle Führer zum und durch den Grüngürtel und zeigt in Texten und Bildern, welch unglaublicher grüner Schatz Frankfurt so stadtnah umgibt. Für jede Jahreszeit finden sich hier Ausflugsziele und Hinweise, zahlreiche genau ausge-arbeitete Routen und viel Wissenswertes über Flora, Fauna und Kultur. Schritt für Schritt kann man mit diesem Büchlein die eigene Stadt umrunden und dabei den Grüngürtel erkunden: Vom Alten Flugplatz über das Schwanheimer Unterfeld samt Schwanheimer Düne mit ihrer bizarren Dünenlandschaft über den Unterwald mit seinen Wasserwerken, Wassergräben und Brunnenhäuschen oder den Oberwald, in dem neben Eichen, Roteichen und Kiefern auch Hessens höchste Buchen wachsen, bis hin zum Oberräder Gärtnerland mit Grüne Soße-Denkmal und weiten Kräuterfeldern.
Tobias Picard: ‚Frankfurt am Main in frühen Farbdias 1936 bis 1943‘, 120 Seiten, Sutton Verlag Erfurt, 22,95 Euro.Wie das alte und unzerstörte Frankfurt aussah, zeigen 600 historische Aufnahmen, die in der Ausstellung „Frankfurt am Main in frühen Farbdias 1936 bis 1943“ im Institut für Stadtgeschichte zu sehen waren. Ein gleichnamiger Band zu der Ausstellung versammelt rund 100 dieser Aufnahmen und bildet so ein verlorenes Stadtbild ab – die Mainfront mit ihren klassizistischen Häusern und die Bäder auf der Sachsenhäuser Seite, den Römerberg, Dom und Altstadt mit zahlreichen Brunnen, aber auch die Außenstadt jenseits des Anlagenrings. Aufnahmen vom Zoo finden sich ebenso wie solche der zahlreichen Warten. Der Historiker und Archivar Tobias Picard hat die Aufnahmen ausgewählt und kommentiert. Entstanden ist ein Buch von hohem dokumentarischem Wert, da es sich bei vielen Bildern um die einzigen bekannten Farbfotos überhaupt handelt.
Ingrid Schick und Angelika Zinzow: ‚Apfelwein 2.0. Innovativ, edel, vielfältig‘, 207 Seiten, Umschau Buchverlag Neustadt an der Weinstraße, 19,90 Euro.Ebbelwoi, Cidre, Cider, Sidra, Appelwine … jedes Land, jede Region hat ihre eigene Apfelweintradition. Hessen und insbesondere die Frankfurter lieben ihn allerdings besonders, egal ob als Ebbelwoi, Äbbelwoi, Ebbelwei, Stöffsche oder Äppler. Ingrid Schick und Angelika Zinzow haben für das Buch „Apfelwein 2.0. Innovativ, edel, vielfältig“ in Frankfurt, Hessen und anderen Bundesländern Streuobstwiesen und Apfelwein in diversen Aggregatszuständen und Behältnis-sen erforscht. Äppler in Dosen oder in Form von Eis als Frozen Stöffche oder auch Apfelweinseife findet man hier, ebenso schwarze Bembel und eine Frankfurter Apfelweinhandlung. Man erfährt, wie Apfelwein entsteht, dass es sogar einen Apfelweinprofessor gibt und natürlich alles über die große Apfelweinvielfalt. Schließlich hat jede Apfelsorte ihr eigenes Aroma und bringt auch jeder Boden seinen Geschmack in das beliebte Getränk mit ein. Am Ende des reich bebilderten Buches finden sich zahlreiche Rezepte, in denen Apfelwein oder zumindest Äpfel eine wichtige Rolle spielen.
Jürgen Lentes und Jürgen Roth (Herausgeber): ‚Im Bahnhofsviertel. Expeditionen in einen legendären Stadtteil‘, 251 Seiten, B3 Verlag Frankfurt, 26 Euro.Um Männerphantasien und das Milieu, käufliche Liebe und Bordelle, anrüchige Bars und Kneipen, die zahlreichen unterschiedlichen Kulturen und die Architektur, aber auch um den Hauptbahnhof selbst geht es in dem Band „Im Bahnhofsviertel. Expeditionen in einen legendären Stadtteil“. Er versammelt veröffentlichte und unveröffentlichte Texte von mehr als 40 Autoren, die den Wandel dieses Viertels beleuchten. Erich Kubys „Das Mädchen Rosemarie“ ist ebenso vertreten wie ein Text des Frankfurter Büchnerpreisträgers Martin Mosebach über das „Hotel Monopol“. Aber auch EvaDemski, Peter Kurzeck, Jakob Arjouni, Matthias Altenburg (alias Jan Seghers) oder Bodo Kirchhoff haben Texte beigesteuert. Neben der reichen Bebilderung finden sich auch Cartoons von Rattelschneck sowie Greser & Lenz.
Die Bücher gelesen und für empfehlenswert befunden hat Astrid Biesemeier.

Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Presse- und Informationsamt

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